Im Parlament wird ein neues Gesetz über das SZZ vorbereitet: Amnestie oder strafrechtliche Verantwortung.

Im Parlament wird ein neues Gesetz über das SZZ vorbereitet: Amnestie oder strafrechtliche Verantwortung
Im Parlament wird ein neues Gesetz über das SZZ vorbereitet: Amnestie oder strafrechtliche Verantwortung

Nach Angaben von ТСН: Im Obersten Rat wird an einem neuen Gesetzentwurf gearbeitet, der darauf abzielt, das Problem der SZZ (systematische Abwesenheiten aus Einheiten) zu lösen, indem sowohl Verantwortung als auch Anreize für die Rückkehr zum Militärdienst angeboten werden.

Details des Gesetzentwurfs

Dies erklärte der Volksabgeordnete Jegor Tschernjew in einem Interview.

„Wir arbeiten derzeit an einem neuen Gesetzentwurf zum SZZ, der einerseits Änderungen des Strafgesetzbuches und der Strafprozessordnung mit sich bringt. Andererseits werden Änderungen zur Motivation der Rückkehr dieser Personen zum Militärdienst eingeführt – es wird eine bestimmte Probezeit geben. Wenn du zurückkehrst und in den nächsten drei Monaten deine Pflichten an deinem Platz in deiner Einheit gewissenhaft erfüllst, wird dir die strafrechtliche Verantwortung erlassen“, erklärte der Abgeordnete.

Herausforderungen bei der Umsetzung

Tschernjew betonte, dass es wichtig sei, ein Gleichgewicht zwischen der Rückkehr der Militärangehörigen und der Verhinderung neuer SZZ-Fälle zu finden.

Er nannte mehrere Gründe, die zu SZZ führen, wie Angst aufgrund unzureichender Vorbereitung, Müdigkeit durch langen Dienst und Mangel an Rotationen in Kampftruppen.

„Ich verstehe ganz genau, dass es verschiedene Gründe für solche Entscheidungen (über SZZ – Anm. d. Red.) gibt: von der richtigen Grundausbildung, der moralisch-psychologischen Ausbildung – die Menschen haben einfach Angst – bis hin zur einfachen Müdigkeit von Menschen, die seit vier Jahren im Krieg sind“, räumte der Abgeordnete ein.

Strafrechtliche Verantwortung

Gleichzeitig betonte Tschernjew, dass im Falle von wiederholtem oder systematischem SZZ die strafrechtliche Verantwortung bestehen bleibt.

„Wenn er schon zum dritten Mal im SZZ ist, dann tut mir leid, aber die strafrechtliche Verantwortung wird nicht verschwinden“, fasste er zusammen.

Früher wurde im Dritten Armeekorps der Grund für SZZ genannt, der oft ignoriert wird.

Es wurde auch berichtet, dass in der Ukraine Daten über die Anzahl von SZZ und Desertionen geheim gehalten wurden.

Die Einführung von Änderungen in der Gesetzgebung zielt darauf ab, nicht nur die Bedingungen für Militärangehörige zu verbessern, sondern auch die Fälle von Desertion zu verringern. Wie effektiv der neue Ansatz die Rückkehr von Soldaten in den Dienst beeinflussen wird, wird die Zeit zeigen. Denn der Militärdienst in der Ukraine steht nach wie vor vor möglichen Herausforderungen, die einer sorgfältigen Prüfung seitens des Staates bedürfen.


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