Putins Schwachstelle: Wie Drohnenangriffe auf Ölraffinerien die russische Kriegsmaschinerie lahmlegen.
Die Strategie der systematischen Schwächung
Nach Angaben von Espreso.tv: Militärexperte Serhij Hrabskyj, Oberst der Reserve der ukrainischen Streitkräfte, hat die Taktik der Abnutzung Russlands erläutert. Seiner Analyse zufolge zielen die Operationen darauf ab, die logistischen Ketten des Gegners zu durchtrennen. Die Folge ist eine akute Treibstoffknappheit, die es der russischen Armee massiv erschwert, ihre Kampfeinsätze durchzuführen. Hrabskyj betont, dass es sich hierbei um eine umfassende Strategie handelt, die das gesamte Territorium der Russischen Föderation im Blick hat. Die gezielte Zerstörung von Treibstofflagern und Verarbeitungsanlagen soll die Versorgung der Truppen nachhaltig stören.
Drohnenangriffe und ihre weitreichenden Folgen
In der Nacht zum 16. Juni wurden Moskau und die Region Krasnodar von Drohnen angegriffen. In der russischen Hauptstadt brach infolge des Angriffs auf die größte Moskauer Ölraffinerie ein Feuer aus. Auch in der Region Kuban kam es nach dem Absturz von Trümmerteilen zu einem Brand an einem Tanklager. Hrabskyj erklärte, dass Russland aufgrund seiner enormen geografischen Ausdehnung in kritischem Maße auf eine ununterbrochene Logistik angewiesen sei.
Der Experte hob hervor, dass die Unterbrechung der Versorgungsketten in bestimmten Regionen zu Engpässen bei Treibstoff und anderen wichtigen Gütern führt. Russische Soldaten, die an der Front im Gebiet Saporischschja kämpfen, müssen ihr Benzin eigenen Angaben zufolge auf Tankstellen in der Region Rostow kaufen und in Kanistern an die Front transportieren. Hrabskyj wies zudem darauf hin, dass mobile Feuereinheiten aufgrund des Treibstoffmangels ihre Kampfaufträge nicht erfüllen können. Diese Entwicklung zeigt, wie verwundbar die russische Militärmaschinerie tatsächlich ist.
Diese Strategie wird in ganz Russland angewandt und verfolgt zwei Hauptziele:
- Die Unterbrechung der logistischen Versorgung;
- Die Verhinderung von Einnahmen aus der Verarbeitung von Erdölprodukten.
Die Angriffe von Drohnen auf Schlüsselinfrastruktur in Russland unterstreichen die entscheidende Bedeutung intakter Logistikketten für militärische Operationen. Der Verlust des Zugangs zu lebenswichtigen Ressourcen kann die Kampfkraft einer Armee drastisch verringern, was wiederum den gesamten Konfliktverlauf beeinflussen kann. Wie der Experte feststellt, könnte die prekäre Treibstoff- und Lebensmittelversorgung in Russland nicht nur für das Militär, sondern auch für die Zivilbevölkerung in den am stärksten betroffenen Gebieten schwerwiegende Konsequenzen haben.
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