Moskau-Besuch: Ungarns Außenminister verhandelt über Energie und Kriegsgefangene.
Reise nach Moskau
Nach Angaben von Novyny.live: Am 4. März 2023 reiste der ungarische Außenminister Péter Szijjártó zu Gesprächen nach Moskau. Im Zentrum standen die Energiesicherheit Ungarns sowie die Frage nach Kriegsgefangenen mit ungarischer Staatsbürgerschaft, die in den ukrainischen Streitkräften gedient hatten. Szijjártó betonte die zahlreichen Herausforderungen für sein Land im Energiebereich.
Zusage zur Übergabe von Gefangenen
Im Rahmen der Verhandlungen sagte der russische Präsident Wladimir Putin zu, zwei Kriegsgefangene mit ungarischer Staatsbürgerschaft zu übergeben. Bei den Gefangenen handelt es sich um Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit (Ukraine und Ungarn). Diese Frage entwickelte sich zu einem zentralen Diskussionspunkt zwischen den beiden Ländern, da sie nicht nur die Sicherheit ungarischer Bürger, sondern auch die regionale Gesamtsituation betrifft.
Ukrainische Reaktion auf die Gefangenen-Zusage
Das ukrainische Außenministerium zeigte sich besorgt über den Mangel an konkreten Informationen zu den betroffenen Personen. Es wurde kritisiert, dass die ukrainische Seite keine Details zu den möglicherweise Freizulassenden erhalten habe. Als Reaktion plant das Ministerium nun, den Geschäftsträger Ungarns einzuladen, um verlässliche Daten zur geplanten Gefangenenübergabe zu erhalten.
Energiefragen und weitere Verhandlungen
Die Energiesicherheit blieb während der gesamten Gespräche ein wichtiges Thema, insbesondere vor dem Hintergrund der Blockade russischer Öllieferungen durch die Ukraine und von Versorgungsproblemen über Kroatien. Péter Szijjártó unterstrich, dass Ungarn weiterhin mit zahlreichen Herausforderungen in diesem Sektor konfrontiert sei, die dringende und effektive Lösungen erforderten. Der Besuch in Moskau stellte somit einen wichtigen Schritt im Bemühen dar, diese Fragen zu klären und ungarische Interessen zu wahren.
Der Moskau-Besuch des ungarischen Außenministers unterstreicht, wie sehr die Energiesicherheit für Ungarn im Kontext der aktuellen politischen Spannungen in der Region im Fokus steht. Die russische Zusage zur Gefangenenübergabe könnte auch als Versuch gewertet werden, die diplomatischen Beziehungen zu Ungarn in der Ukraine-Krise zu festigen. Die kritische Reaktion aus Kiew zeigt indes, dass das Thema Kriegsgefangene nach wie vor äußerst sensibel ist und einen transparenten Dialog aller Beteiligten erfordert.
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