Gestrandet in Dubai: Wer zahlt, wenn ukrainische Urlauber wegen Flugausfällen festsitzen?.

Gestrandet in Dubai: Wer zahlt, wenn ukrainische Urlauber wegen Flugausfällen festsitzen?
Gestrandet in Dubai: Wer zahlt, wenn ukrainische Urlauber wegen Flugausfällen festsitzen?

Ukrainische Reisende in Dubai: Probleme durch ausgefallene Flüge

Nach Angaben von Novyny.live: Viele ukrainische Urlauber stecken in Dubai fest, nachdem ihre Flüge gestrichen wurden. Grund dafür sind die anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten. Die Betroffenen müssen nun selbst für Unterkunft und weitere Kosten aufkommen und fragen sich, ob Reiseveranstalter für die entstandenen Ausgaben aufkommen müssen. Die Lage ist für die Reisenden äußerst schwierig.

Nach Artikel 20 des ukrainischen Gesetzes „Über den Tourismus“ haften Reiseveranstalter nicht, wenn die Vertragserfüllung durch den Reisenden selbst, durch Dritte oder aufgrund höherer Gewalt unmöglich wird. Der Ausbruch von Kampfhandlungen gilt als ein solcher Fall höherer Gewalt. Deshalb sind die Chancen, vor Gericht eine Entschädigung vom Reiseveranstalter zu erzwingen, extrem gering. Dies erschwert die Situation für die Touristen, die nun versuchen, ihre finanziellen Verluste zu begleichen, zusätzlich.

Haftung von Airlines und Reiseveranstaltern

Die Fluggesellschaften hingegen sind sehr wohl für Verspätungen oder Annullierungen ihrer Flüge verantwortlich. Den betroffenen Urlaubern wird daher dringend empfohlen, alle Belege für ihre Ausgaben aufzubewahren und sowohl bei der Airline als auch beim Reiseveranstalter schriftlich Ansprüche geltend zu machen. Nur so lässt sich der Prozess der Kostenerstattung möglichst reibungslos gestalten.

In solchen Notsituationen ist es entscheidend zu wissen, wofür der Reiseveranstalter genau haftet. Laut Gesetz ist er von der Verantwortung befreit, wenn Ereignisse wie ein Krieg – also höhere Gewalt – die Reise unmöglich machen. Die Fluggesellschaft muss jedoch die Kosten übernehmen, die durch die Annullierung oder Verzögerung des Fluges entstanden sind.

Zusammengefasst: Ukrainische Touristen, die aufgrund des Nahost-Konflikts in Dubai festsitzen, stehen vor großen Hürden bei der Durchsetzung von Entschädigungsforderungen. Obwohl die Airlines zur Erstattung verpflichtet sind, wird die Situation durch die fehlende Haftung der Reiseveranstalter bei höherer Gewalt erheblich verkompliziert.

Der vorliegende Fall unterstreicht, wie wichtig es ist, seine Rechte als Tourist zu kennen, besonders wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten.

Da die militärischen Auseinandersetzungen in der Region den Flugverkehr beeinträchtigen, sollten ukrainische Reisende bei der Planung von Urlauben in Krisengebiete besondere Vorsicht walten lassen. Es ist essenziell, die Vertragsbedingungen der Reiseveranstalter und Fluglinien genau zu prüfen, um für verschiedene Szenarien gewappnet zu sein.


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