Zwei Monate für eine Folge: Wie das ukrainische Duo hinter „Universität Tschuparskij“ seinen Animationserfolg stemmt.

Zwei Monate für eine Folge: Wie das ukrainische Duo hinter „Universität Tschuparskij“ seinen Animationserfolg stemmt
Zwei Monate für eine Folge: Wie das ukrainische Duo hinter „Universität Tschuparskij“ seinen Animationserfolg stemmt

Hinter den Kulissen von „Universität Tschuparskij“

Nach Angaben von Espreso.tv: Die ukrainische Animationsserie „Universität Tschuparskij“ stammt aus der Feder der beiden Kreativen Mykola Semenjuk und Mychajlo Karpan. Bislang sind zwei Staffeln erschienen. Was die Serie besonders macht, ist ihr unverwechselbarer Animationsstil und eine originelle Handlung, die das Publikum in ihren Bann zieht. Für die Produktion einer einzigen Episode benötigt das Duo rund zwei Monate – eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass das gesamte Team nur aus diesen zwei Personen besteht. Die Kosten pro Folge belaufen sich auf mehrere tausend Dollar, was den hohen Aufwand und die zeitintensive Fertigung widerspiegelt.

Wachsende Beliebtheit und Finanzierungsmodell

Der Kanal Animarody, auf dem die Serie ausgestrahlt wird, verzeichnete im Juli 2023 knapp 62.000 Abonnenten und über drei Millionen Aufrufe. Diese Zahlen belegen die steigende Popularität des Projekts. Mykola Semenjuk beschreibt den Arbeitsprozess wie folgt:

„Ich bin etwa zwei Monate mit der Animation beschäftigt, danach kümmert sich Mychajlo um den Ton für die Folge.“
Dies verdeutlicht, wie viel Sorgfalt und Zeit in jede einzelne Episode fließen.

Mychajlo Karpan hebt hervor, dass ihre Arbeitsweise im Vergleich zu großen Studios einzigartig ist:

„Selbst bei günstigen Netflix-Serien oder ähnlichem wird für eine Folge ungefähr ein Jahr eingeplant, und das mit einem Team von 20 bis 30 oder sogar 100 Leuten. Wir schaffen das zu zweit in zwei Monaten.“
Diese Aussage unterstreicht die Effizienz und den Einfallsreichtum des Teams, das mit begrenzten Mitteln arbeitet.

Die Finanzierung des Projekts basiert maßgeblich auf der Unterstützung der Zuschauer. Semenjuk erklärt: „Die Haupteinnahmen kommen natürlich von Patreon und inzwischen auch von Monobank; YouTube beginnt langsam, besser für das zu zahlen, was wir machen.“ Dies zeigt, wie sehr die Serie auf die direkte Hilfe ihrer Fangemeinde angewiesen ist und wie diese Förderung das Wachstum ermöglicht.

Die Serie „Universität Tschuparskij“ entwickelt sich also weiter und gewinnt zunehmend an Beliebtheit beim ukrainischen Publikum. Sie ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein kleines Team auch in einem wettbewerbsintensiven Umfeld hochwertige Inhalte produzieren kann.

Der Erfolg von „Universität Tschuparskij“ spiegelt das wachsende Interesse an ukrainischer Animation und an Inhalten wider, die von unabhängigen Gruppen geschaffen werden. Trotz knapper Ressourcen beweist das Team, dass Kreativität und ein innovativer Ansatz zu bemerkenswerten Ergebnissen in der Medienlandschaft führen können. Solche Projekte können anderen Animatoren und Kreativen als Vorbild dienen, die ihre Ideen verwirklichen wollen – auch ohne große Budgets.


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