Neue Evakuierungsregeln der Ukrainischen Bahn bei Beschuss: Fahrgäste dürfen nicht zwangsweise aus Zügen geholt werden.

Neue Evakuierungsregeln der Ukrainischen Bahn bei Beschuss: Fahrgäste dürfen nicht zwangsweise aus Zügen geholt werden
Neue Evakuierungsregeln der Ukrainischen Bahn bei Beschuss: Fahrgäste dürfen nicht zwangsweise aus Zügen geholt werden

Ablauf der Fahrgast-Evakuierung

Nach Angaben von TSN.ua: Am 24. März gab es eine Pressekonferenz im Schutzraum des Hauptbahnhofs Kiew. Dabei erläuterte Alexander Pyrozhkov, der Leiter eines Personenzugs der Ukrainischen Eisenbahn (Ukrsalisnyzja), wie die Evakuierung von Reisenden bei Beschuss abläuft. Seinen Angaben zufolge dürfen Zugbegleiter die Fahrgäste nicht gegen ihren Willen aus den Waggons holen, da manche nicht aussteigen möchten. Pyrozhkov betonte, dass es in solchen Situationen wichtig sei, Ruhe zu bewahren und den Menschen klarzumachen, dass ihr Leben das höchste Gut sei. Zudem wies er darauf hin, dass die Mitarbeiter speziell für diese heiklen Momente geschult werden.

Sicherheit der Reisenden als oberste Priorität

Durch die veränderte Taktik der russischen Truppen, die nun gezielt Personenzüge angreifen, gewinnt das Evakuierungsprozedere noch mehr an Bedeutung. Alexander Pertsowskyj, Vorstandsvorsitzender der Ukrainischen Bahn, erklärte, dass eine Evakuierung niemals ohne triftigen Grund angeordnet werde:

„Bei einem längeren Halt werden die Fahrgäste mit Verpflegung versorgt, und falls nötig, erfolgt der Weitertransport mit Bussen.“

Alexander Pertsowskyj

Diese Informationen unterstreichen, wie ernst die Ukrainische Bahn die Sicherheit ihrer Passagiere nimmt und welche Verantwortung auf den Mitarbeitern in dieser schwierigen Lage lastet. In Kriegszeiten, wenn die Gefahren für die Zivilbevölkerung steigen, sind die Maßnahmen und Entscheidungen der Verkehrsunternehmen von entscheidender Bedeutung. Der Schutz der Fahrgäste und die Deckung ihrer Grundbedürfnisse in Ausnahmesituationen erfordern ein hohes Maß an Koordination und Professionalität seitens des Bahnpersonals.


Lesen Sie auch

Werbung