Forscher präsentieren Hinweise auf einen fünften Riesenplaneten im Sonnensystem.
Neue Erkenntnisse zu Eisriesen
Nach Angaben von Novyny.live: Eine aktuelle Studie legt nahe, dass es in der Frühphase des Sonnensystems möglicherweise einen weiteren Eisriesen gab. Dieser könnte die Wanderung der Planeten beeinflusst und dazu beigetragen haben, dass die Monde von Jupiter und Uranus bis heute erhalten blieben. Unser Sonnensystem existiert seit etwa 4,5 Milliarden Jahren und hat in seiner Entwicklung tiefgreifende Veränderungen durchgemacht – besonders vor rund 3 bis 4 Milliarden Jahren, als die größten Planeten noch näher an der Sonne kreisten.
Die Astronomen simulierten 122 verschiedene Versionen des frühen äußeren Sonnensystems. Dabei zeigte sich, dass die Jupitermonde eine Phase der Planetenwanderung in weniger als 15 Prozent der Simulationen überstanden. Bei den Monden des Uranus lag dieser Wert sogar nur bei 9 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Trabanten beider Planeten im selben Szenario überleben, betrug lediglich etwa ein Prozent.
Das wahrscheinlichste Szenario
Laut den Forschungsergebnissen ist das plausibelste Modell jenes, in dem das Sonnensystem einst fünf Riesenplaneten besaß: Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und einen weiteren Eisriesen. Den Berechnungen zufolge könnte Jupiter diesem verschollenen Planeten bis auf etwa sieben Millionen Kilometer nahegekommen sein.
Damit stellt die neue Untersuchung traditionelle Vorstellungen von der Entstehung des Sonnensystems infrage. Sie deutet darauf hin, dass dieser verlorene Planet eine entscheidende Rolle in der Entwicklung des Planetensystems gespielt haben könnte – insbesondere beim Erhalt der großen Planetenmonde.
Die Ergebnisse dieser Studie könnten unser Verständnis von der Bildung und Entwicklung des Sonnensystems grundlegend verändern. Indem die Rolle eines möglicherweise existierenden Eisriesen genauer bestimmt wird, können Astronomen die Mechanismen der Planetenwanderung und deren Auswirkungen auf Monde besser nachvollziehen. Diese Entdeckung unterstreicht zudem die Bedeutung weiterer Forschungen, die Licht auf die komplexen Prozesse der Planetenentstehung werfen könnten – nicht nur in unserem, sondern auch in anderen Sternsystemen.
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