Ukrainisches Parlament hält Wehrdienst-Aufschub für Studierende über 25 aufrecht.
Gesetzesänderung scheitert im Parlament
Nach Angaben von Novyny.live: Eine umstrittene Änderung am Gesetzentwurf Nr. 13574 ist am 15. Januar gescheitert. Bei der namentlichen Abstimmung in der Werchowna Rada stimmten nur 137 Abgeordnete für den Vorschlag, der den Wehrdienst-Aufschub für eine bestimmte Gruppe von Studierenden gestrichen hätte. Betroffen gewesen wären Personen, die nach ihrem 25. Lebensjahr ein Studium aufnehmen und nicht zum ersten Mal eingeschrieben sind. Die Regelung zum Aufschub bleibt somit für sie bestehen.
Wer profitiert von der aktuellen Regelung?
Der Gesetzentwurf Nr. 13574 sieht weiterhin einen Aufschub vom Militärdienst für folgende Personengruppen vor:
- Bachelor-Studierende,
- Master-Studierende,
- Doktorandinnen und Doktoranden,
- sowie pädagogisches Personal.
Die Entscheidung des Parlaments ist endgültig und sorgt dafür, dass auch ältere Studierende ihr Studium ohne die unmittelbare Sorge vor einer Einberufung abschließen können. Dies hat in der ukrainischen Öffentlichkeit unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Der Wehrdienst-Aufschub ist ein sensibles Thema, das Bildungspolitik und Landesverteidigung miteinander in Einklang bringen muss.
Die Beibehaltung der Regelung wird als wichtiger Beitrag zur Fachkräfteausbildung gewertet. Sie ermöglicht es, dass auch Personen, die später oder ein weiteres Studium beginnen, ihren Bildungsweg planbar fortsetzen können. In der gegenwärtigen Lage unterstreicht diese Entscheidung den politischen Willen, Bildungswege trotz aller Herausforderungen zu schützen und qualifizierte Abschlüsse zu ermöglichen.
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