Cybersecurity-Experte warnt: Ihr Smartphone könnte einen General hacken.
Nach Angaben von ТСН: Heute sind Cyberbedrohungen Teil unseres Lebens und beeinflussen die Sicherheit jedes Einzelnen. Der Cybersecurity-Experte Konstantin Korsun betont die Wichtigkeit der Einführung eines verpflichtenden Fachs für Cyber-Schutz in Schulen, da jeder Ukrainer ein potenzielles Ziel für Hacker werden kann.
Jeder Nutzer in der digitalen Welt
Korsun hebt hervor, dass die Rolle des normalen Menschen in der digitalen Umgebung sich verändert hat: Jeder Nutzer kann nun die "Verbindung" sein, über die Angreifer ihre Ziele erreichen.
„Durch 2-3 Händedrücke kann man zum Präsidenten eines Landes oder zum General des Heeres während des Krieges gelangen. Über einfache Leute hacken sie Messenger und über Kontaktpersonen kann man tatsächlich eine wohlhabende Person hacken oder politische Kampagnen durchführen“.
Die Bedrohung durch Hacks
Der Experte glaubt, dass der Hack eines Smartphones Zugang zu Kontakten eröffnen kann, was einen Dominoeffekt erzeugt, der nicht nur die Sicherheit des Staates bedroht, sondern auch zu großen finanziellen Verlusten führen kann.
Korsun wies auch auf die grundlegenden Prinzipien der Cyberhygiene hin, die viele weiterhin ignorieren, obwohl sie bereits vor zehn Jahren implementiert werden sollten. Zu den wichtigsten Praktiken gehören:
Verwendung der Zwei-Faktor-Authentifizierung in allen Diensten.
Regelmäßige Aktualisierung des Betriebssystems.
Verwendung zuverlässiger VPN-Dienste.
Schutz personenbezogener Daten vor Dritten.
Soziale Netzwerke und Deepfakes
Eine besondere Bedrohung stellen soziale Netzwerke und Deepfake-Technologien dar. Gefälschte Videos, die Millionen von Aufrufen erhalten, können die öffentliche Meinung beeinflussen. Obwohl Aufrufe nicht zu sofortigen Handlungen führen, formen sie langsam unsere Wahrnehmung der Realität.
„Der beste Schutz gegen solche Manipulationen sind nicht nur technische Mittel, sondern auch zwei die mächtigsten Werkzeuge, die jeder hat: gesunder Menschenverstand und kritisches Denken“.
Der Experte weist darauf hin, dass die Gesellschaft mit der Zunahme der Digitalisierung neuen Risiken gegenübersteht, die vor nicht allzu langer Zeit wie erfundene Geschichten schienen.
Darüber hinaus gab es in Kiew einen Betrugsfall, bei dem ein falscher Bankmitarbeiter einen 75-jährigen Rentner betrogen und 64.000 Hrywnja mit Hilfe der „Vishing“-Technologie durch Nummernwechsel über SIP-Telefonie erlangte. Die Strafverfolgungsbehörden haben bereits den Verdächtigen in zwei Straftaten angezeigt.
Im Kontext digitaler Bedrohungen ist es wichtig, daran zu denken, dass der Schutz im virtuellen Raum nicht nur von Technologien, sondern auch von dem Wissen jedes Einzelnen abhängt. Ein vertieftes Wissen über Cybersecurity kann dazu beitragen, Risiken zu reduzieren und sich sowie Angehörige vor möglichen Betrugsmaschen zu schützen.
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