Führungswechsel in der Ukraine: Generalmajor Drapatyj zum neuen Oberbefehlshaber ernannt – Fedorow tritt nach Milliarden-Affäre zurück.

Führungswechsel in der Ukraine: Generalmajor Drapatyj zum neuen Oberbefehlshaber ernannt – Fedorow tritt nach Milliarden-Affäre zurück
Führungswechsel in der Ukraine: Generalmajor Drapatyj zum neuen Oberbefehlshaber ernannt – Fedorow tritt nach Milliarden-Affäre zurück

Rücktritt von Verteidigungsminister Fedorow

Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat am 15. Juli seinen Rücktritt eingereicht. Auslöser war die vorausgegangene Entlassung der Regierung von Ministerpräsidentin Swyrydenko durch die Werchowna Rada am 14. Juli. Eine Prüfung im Verteidigungsministerium hatte zuvor Mehrkosten in Höhe von 300 Milliarden Griwna aufgedeckt – ein weiterer Grund für Fedorows Entscheidung. Zusammen mit ihm legten auch seine Berater Serhij Sterneko und Serhij Beskrestnow ihre Ämter nieder. In der öffentlichen Wahrnehmung eskalierte der Konflikt zwischen Fedorow und dem bisherigen Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj.

Fedoriws Rücktritt löste in der Bevölkerung heftige Reaktionen aus. Bereits am 17. Juli versammelten sich in Kiew über 10.000 Menschen, um den Minister zu unterstützen – ein Zeichen seiner Popularität. Als Folge dieser Ereignisse beantragte der Abgeordnete Kachura für den 20. Juli eine außerordentliche Sitzung des Parlaments, auf der voraussichtlich über die weitere Militärpolitik des Landes beraten wird.

Ernennung des neuen Oberbefehlshabers

Im Zuge dieser Umstrukturierung hat der 43-jährige Generalmajor Mychajlo Drapatyj die Führung der ukrainischen Streitkräfte übernommen. Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich dazu wie folgt:

„Zuallererst mussten wir uns auf einen sehr harten Winter vorbereiten.“ – Wolodymyr Selenskyj

Er fügte hinzu:

„Ich brauchte dringend einen Premierminister, der voller Energie steckt.“ – Wolodymyr Selenskyj

Diese Äußerungen unterstreichen, wie entscheidend das Zusammenspiel zwischen Regierungsinstitutionen und den Streitkräften unter den gegenwärtigen Bedingungen ist. Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase, in der die Ukraine vor enormen militärischen und politischen Herausforderungen steht. Fedorows Abgang und die breite Unterstützung für ihn könnten die innenpolitische Stabilität des Landes beeinflussen. Die anstehenden Entscheidungen der Werchowna Rada und die Handlungen der neuen Regierung werden den weiteren Kriegsverlauf maßgeblich prägen.


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