Waffenruhe zu 90 Prozent ausgehandelt – was den Frieden noch blockiert.
Dreiergespräche zwischen Ukraine, USA und Russland
Nach Angaben von TSN.ua: Bei den Verhandlungen zwischen der Ukraine, den USA und Russland konnte die militärische Arbeitsgruppe 90 Prozent der erforderlichen Punkte klären. Für einen tatsächlichen Waffenstillstand fehlt es jedoch nach wie vor am politischen Willen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass bei den Gesprächen in Genf gerade in den schwierigsten und umstrittensten Fragen keine Einigung erzielt werden konnte.
Die zentralen Streitpunkte
Die größten Differenzen gab es in folgenden Bereichen:
- Der Status der vorübergehend besetzten Gebiete in der Ostukraine
- Die Zukunft des Kernkraftwerks Saporischschja
Der Präsident betonte, dass die Militärs zwar die Mechanismen zur Kontrolle eines Waffenstillstands und zur Beendigung des Krieges verstehen, dies aber nur mit dem entsprechenden politischen Willen möglich sei.
„Die Militärs verstehen, wie man die Einstellung der Kämpfe und das Kriegsende kontrolliert, wenn der politische Wille da ist“, so Wolodymyr Selenskyj.
Darüber hinaus wies der ukrainische Vertreter Serhij Kyslyzja auf die entscheidende Bedeutung eines Überwachungssystems hin, um die Einhaltung der Waffenstillstandsbedingungen sicherzustellen.
„Der Wert liegt darin, dass wir davon ausgehen, dass es bereits jetzt akzeptable Kernelemente für die Architektur eines Systems zur Überwachung von Verstößen, Kampfhandlungen oder der Waffenruhe gibt“, unterstrich Serhij Kyslyzja.
Damit zeigt sich: Trotz erheblicher Fortschritte in den militärischen Verhandlungen hängt eine endgültige Konfliktlösung von politischen Entscheidungen und Kompromissen ab. Die Verhandlungen spiegeln die immense Komplexität der Lage wider. Während auf militärischer Ebene Erfolge erzielt wurden, bleiben politische Fragen die größte Hürde für einen dauerhaften Frieden. Die Betonung des politischen Willens macht deutlich, dass alle Seiten Zugeständnisse machen müssen, um tragfähige Lösungen für ein nachhaltiges Ende der Kämpfe zu finden.
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