Eine Kopfverletzung erhöht das Suizidrisiko um 21%: die gefährlichste Zeit.

Eine Kopfverletzung erhöht das Suizidrisiko um 21%: die gefährlichste Zeit
Eine Kopfverletzung erhöht das Suizidrisiko um 21%: die gefährlichste Zeit

Nach Angaben von ТСН: Bei Menschen mit Kopfverletzungen war das Risiko eines Selbstmordversuchs um 21 % höher. Die gefährlichste Zeit ist das erste Jahr nach der Verletzung.

Wie das Risiko festgestellt wurde

Forschungsteams aus Großbritannien analysierten die Daten von fast 400.000 Personen mit Kopfverletzungen und eineinhalb Millionen gesunden Freiwilligen. Selbst ohne psychische Störungen sind Kopfverletzungen mit einem erhöhten Risiko für Selbstmordversuche verbunden. Das Fehlen sozialer Kontakte oder das Vorhandensein psychischer Störungen verstärken dieses Risiko noch weiter.

Langfristige Auswirkungen auf die Psyche. Andere wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich die Verschlechterung der psychischen Gesundheit bis zu acht Jahre nach der Verletzung beobachten lässt, wobei Frauen besonders anfällig sind.

Es besteht auch ein Risiko neurodegenerativer Erkrankungen. Wiederholte Kopfverletzungen werden mit dem Risiko in Verbindung gebracht, an Alzheimer zu erkranken. Eine der Theorien ist die 'Reaktivierung' des Herpesvirus in Nervenzellen durch traumatischen Stress.

Mögliche Veränderungen auf zellulärer Ebene. Bei Sportlern können gefährliche Veränderungen in den Nervenzellen noch vor Auftreten sichtbarer Anzeichen einer Hirnschädigung festgestellt werden.

Darüber hinaus kann eine Kopfverletzung den sozialen Erfolg beeinflussen. Die Auswirkungen von Verletzungen sind auch im sozialen Bereich spürbar. Eine Kopfverletzung in der Kindheit korreliert negativ mit der Möglichkeit, künftig eine höhere Bildung zu erlangen, was nicht nur mit dem Unterrichtsausfall während der Behandlung zu tun hat.

Ärzte betonen die Notwendigkeit, jegliche Kopfstöße nicht zu ignorieren und sich nicht nur an Traumatologen, sondern auch an Psychologen während der Rehabilitation zu wenden.

In der modernen Welt können verschiedene Faktoren, von Lärm bis hin zu übermäßigem Smartphone-Gebrauch, Kopfschmerzen auslösen. Laut Wissenschaftlern können bei einigen Menschen die Ursachen für pulsierende Kopfschmerzen tiefere Wurzeln haben.

Neueste Studien deuten darauf hin, dass Neandertaler-Gene die Anfälligkeit für bestimmte Hirndefekte, bekannt als Chiari-Malformation, erhöhen können, die etwa eine von 100 Personen betreffen. Diese Defekte treten auf, wenn der untere Teil des Gehirns zu tief in das Rückenmark absteigt.

Somit unterstreichen die Ergebnisse dieser Studie die Bedeutung einer umfassenden Bewertung des Zustands von Personen, die Kopfverletzungen erlitten haben. Insbesondere sollte auf die geistige sowie körperliche Gesundheit geachtet werden, da Verletzungen langfristige Folgen haben können. In diesem Zusammenhang kann ein rechtzeitiger Zugang zu Fachleuten eine entscheidende Rolle bei der Prävention schwerwiegender Komplikationen spielen.


Lesen Sie auch

Werbung