Neue Berufe für Binnenvertriebene in Odessa: Schweiz finanziert Weiterbildungsprogramm.
Berufliche Perspektiven für Vertriebene: Das REMARKET-Programm in Odessa
Nach Angaben von Novyny.live: Ein neues, auf drei Jahre angelegtes Projekt namens REMARKET startet im Sommer 2026 in Odessa und der umliegenden Region. Die Initiative wird vom Hilfswerk 'Caritas Odessa UGCC' organisiert und von der Schweiz finanziell getragen. Ziel ist es, Binnenvertriebenen den Erwerb neuer, am Arbeitsmarkt gefragter Qualifikationen zu ermöglichen. Das Programm richtet sich nicht nur an Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, sondern auch an Rückkehrer und die lokale Bevölkerung in den aufnehmenden Gemeinden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sozial benachteiligten Gruppen.
Wie die Organisatoren mitteilen, läuft die Bewerbungsphase für das Berufsbildungsprogramm (TVET) bereits.
„Dies ist eine Chance, gefragte Kompetenzen zu erlangen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern“, heißt es in der Projektankündigung.
Ausbildungsbereiche und Kostenbeteiligung
Die Teilnehmenden können zwischen mehreren Fachrichtungen wählen, darunter:
- Näh- und Textilproduktion
- Bäckerei- und Konditoreiwesen
- Imkerei
- Lebensmittelverarbeitung
- Leichtindustrie
- Möbelherstellung
- Landwirtschaft
- Baugewerbe
Es stehen zwei Lernformate zur Auswahl: Einzelkurse mit einer Eigenbeteiligung von mindestens 25 Prozent sowie Gruppenkurse, die in Kooperation mit Berufsbildungseinrichtungen durchgeführt werden.
Die Finanzierung des Projekts übernimmt die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Dies unterstreicht die internationale Unterstützung für soziale Vorhaben in der Ukraine. Das REMARKET-Programm ist ein wichtiger Baustein, um Binnenvertriebene durch berufliche Weiterbildung in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen eine neue Perspektive zu bieten.
Das Vorhaben ist Teil der gemeinsamen Anstrengungen der Ukraine und ihrer internationalen Partner, Menschen zu unterstützen, die durch den Konflikt zu Binnenvertriebenen wurden. Um ihre nachhaltige Entwicklung zu fördern, reicht es nicht aus, ihnen lediglich berufliche Fertigkeiten zu vermitteln; ebenso wichtig ist es, ihre Rückkehr in ein aktives Leben unter den neuen Gegebenheiten zu erleichtern. In den letzten Jahren wurde die Integration von Vertriebenen durch Bildungsinitiativen zunehmend priorisiert, was einen entscheidenden Schritt zur Wiederherstellung der sozialen Stabilität in den vom Krieg betroffenen Regionen darstellt.
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