Neue Regeln ab Februar: Diese Gesetzesänderungen betreffen Mobilisierung, Energiehilfen und Sozialleistungen.
Diese neuen Gesetze und Sozialmaßnahmen gelten ab 1. Februar in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Ab dem 1. Februar treten in der Ukraine mehrere wichtige Gesetzes- und Sozialreformen in Kraft. Sie betreffen zentrale Bereiche wie die Mobilisierung, Hilfen für Binnenvertriebene, Hypotheken und die Energieversorgung. Vor diesem Hintergrund wurden das Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung um 90 Tage verlängert – sie gelten nun bis zum 1. Mai 2026.
Das neue Gesetz sieht vor, dass ehemalige Kriegsgefangene Anspruch auf einen bezahlten Urlaub von 90 Tagen erhalten. Das Verfahren zur Reservierung von Wehrpflichtigen über die App 'Dija' kehrt zu den Standardbearbeitungsfristen von 72 Stunden zurück. Mitarbeiter kritischer Infrastruktur, die zwischen Januar und März 2026 unter schwierigen Bedingungen arbeiten, erhalten eine Prämie in Höhe von 20.000 Hrywnja.
Energiehilfen und Anpassungen im Hypothekenbereich
Im Energiebereich können Wohnungseigentümergemeinschaften (OSBB) nun Zuschüsse zwischen 100.000 und 300.000 Hrywnja für die Anschaffung von Generatoren, Wechselrichtern oder Solarpanelen beantragen. Einzelunternehmer (FOP) haben die Möglichkeit, entweder einen Treibstoffzuschuss von 7.500 bis 15.000 Hrywnja für Generatoren oder einen zinslosen Kredit von bis zu 10 Millionen Hrywnja zu erhalten.
Ab Mitte Februar ändern sich zudem die Bedingungen für die Förderhypothek: Die förderfähige Wohnfläche wird künftig an die Anzahl der Familienmitglieder gekoppelt. Geplant ist außerdem eine automatische Neuberechnung der Nebenkostenabrechnungen für Januar, falls es Ausfälle bei Wasser, Heizung oder Müllabfuhr gab. Binnenvertriebene mit Kindern erhalten eine Unterstützung von 3.000 Hrywnja, müssen dafür aber ihre Dokumente erneut zur Verifizierung einreichen.
Darüber hinaus erhalten ukrainische Familien mit Kindern in Polen eine Zahlung von 800 Złoty pro Kind, allerdings nur unter der Bedingung, dass das Kind eine polnische Schule oder Kindergarten besucht. Ein neues Gesundheits-Checkup-Programm startet für Ukrainer ab 40 Jahren und beinhaltet einen Gutschein im Wert von 2.000 Hrywnja. In der App 'Dija' werden zudem Kinder-Identifikationscodes eingeführt, um die Identifizierung von Kindern zu vereinfachen.
Diese gesetzlichen Änderungen sind Teil umfassender Maßnahmen, um die Sozialpolitik an die Bedürfnisse der Bevölkerung unter Kriegsbedingungen und während der Wirtschaftskrise anzupassen.
Die ab Februar geltenden Neuregelungen betreffen somit wesentliche Lebensbereiche der Ukrainer, darunter Sozialleistungen, Energieunterstützung und Hypothekenkredite. Diese Anpassungen zeigen, wie der Staat versucht, auf die anhaltenden Herausforderungen zu reagieren.
Es ist wichtig, dass die Bürger über die neuen Möglichkeiten und Veränderungen informiert sind, da diese ihr tägliches Leben erheblich beeinflussen können.
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