Soziale Leistungen in der Ukraine steigen ab 2026: Neue Berechnungsgrundlage.
Neue Grundlage für Sozialleistungen
Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem 1. Januar 2026 dient ein erhöhter Existenzminimums-Betrag in der Ukraine als neue Basis für die Berechnung zahlreicher staatlicher Unterstützungsleistungen. Diese Anpassung betrifft unter anderem die Höhe von Unterhaltszahlungen und Beihilfen für Alleinerziehende. Der Wert ist ein zentraler Referenzpunkt für das soziale Sicherungssystem.
Der allgemeine monatliche Existenzminimums-Satz liegt künftig bei 3.209 Hrywnja. Für Kinder unter 6 Jahren gilt ein Satz von 2.817 Hrywnja, für 6- bis 18-Jährige sind es 3.512 Hrywnja. Für erwerbsfähige Personen beträgt der Wert 3.328 Hrywnja. Für Menschen, die ihre Erwerbsfähigkeit verloren haben, sowie für nicht erwerbsfähige Personen liegt der Satz jeweils bei 2.595 Hrywnja.
Konkrete Auswirkungen auf Hilfszahlungen
Die neuen Sätze wirken sich direkt auf festgelegte Mindestbeträge aus: Der minimale Kindesunterhalt für unter 6-Jährige beträgt nun 1.408,50 Hrywnja, für 6- bis 18-Jährige 1.756 Hrywnja. Die staatliche Unterstützung für Alleinerziehende liegt bei 2.817 Hrywnja für Kinder bis 6 Jahre und bei 3.512 Hrywnja für Kinder bis 18 Jahre. Für in Ausbildung befindliche Kinder bis 23 Jahre können Alleinerziehende bis zu 2.595 Hrywnja erhalten.
Die Anhebung hat weitreichende finanzpolitische Konsequenzen und beeinflusst maßgeblich den ukrainischen Staatshaushalt für 2026. Zahlreiche Zuschläge – etwa für zusätzliche Dienstjahre, besondere Verdienste oder für Kriegsversehrte – sind an diesen Referenzwert gekoppelt. Die gesetzliche Grundlage bildet unter anderem das Gesetz 'Über staatliche Hilfe für Familien mit Kindern'.
Die Anpassung des Existenzminimums wird die ukrainische Sozialpolitik nachhaltig prägen, da sie das Niveau der Leistungen für die schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen neu definiert.
Die Maßnahme zielt darauf ab, die finanzielle Situation vieler Haushalte, die auf Transferleistungen angewiesen sind, zu verbessern. Sie wird als ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Armut im Land gewertet.
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