NBU verschiebt die E-Hrywnja aufgrund des Krieges: wann ist mit der digitalen Währung zu rechnen.
Nach Angaben von inkorr.com: Die Nationale Bank der Ukraine hat beschlossen, den Start der elektronischen Hrywnja zu verschieben. Obwohl die Entwicklung fortschreitet, ist die Einführung im Jahr 2027 aufgrund des Krieges und hoher Kosten für das Projekt fraglich. Dies wurde während des Kiewer internationalen Wirtschaftsforums von dem stellvertretenden Vorsitzenden der NBU, Oleksiy Shaban, mitgeteilt, der dies in Forbes erwähnt hat.
Gründe für die Verschiebung des Starts der elektronischen Hrywnja im Jahr 2027
„Die Umsetzung der digitalen Hrywnja erfordert erhebliche finanzielle Ressourcen, und es wäre unethisch, diese in Kriegszeiten auszugeben“, erklärte Shaban.
Er betonte auch, dass die NBU beabsichtigt, ein Pilotprojekt durchzuführen, um die E-Hrywnja nicht nur innerhalb des Regulators, sondern auch unter realen Bedingungen für Zahlungen, Überweisungen und staatliche Programme zu testen.
Jedoch erfordert auch diese Phase erhebliche Ausgaben und komplexe technische Vorbereitungen.
„Wir machen Fortschritte, aber ich kann nicht sagen, dass 2027 das Jahr des Starts der E-Hrywnja sein wird“, fügte der Vertreter der Nationalbank hinzu.
Welche Funktionen wird die E-Hrywnja erfüllen
Es ist bekannt, dass die digitale Hrywnja alle grundlegenden Funktionen von Geld haben wird und eine Ergänzung zu den bestehenden Formen der nationalen Währung darstellen wird. Sie soll sowohl für Bürger als auch für Unternehmen, Banken, staatliche Institutionen und nicht-banker Finanzorganisationen bequem zu nutzen sein.
Das Projekt sieht vor:
Test der digitalen Hrywnja in der internen Umgebung der NBU;
Verwendung zu Abrechnungen und Sozialleistungen;
weitere Ausweitung auf Geschäftsoperationen und Interbankzahlungen.
Wir erinnern daran, dass das Konzept der E-Hrywnja von der Nationalbank im November 2022 vorgestellt wurde. Im Jahr 2023 initiierte das Ministerium für digitale Transformation die Beschleunigung ihres Starts und schlug vor, 2025 mit dem Pilotprojekt zu beginnen. Aufgrund des Krieges und der wirtschaftlichen Risiken wurde die Implementierung des Projekts jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die Verschiebung des Starts der elektronischen Hrywnja zeugt von der Komplexität der Umsetzung von Währungsreformen unter Kriegsbedingungen. Das Pilotprojekt, das die Nationale Bank plant, könnte ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung der nationalen Währung sein, die tatsächlichen Fristen für die Implementierung bleiben jedoch ungewiss. Trotz dessen ist es wichtig, dass die Entwicklungen fortgesetzt werden, um die wirtschaftliche Stabilität des Landes in der Zukunft zu gewährleisten.
Lesen Sie auch
- Schweiz als Schauplatz: USA und Iran verhandeln über Atomprogramm und Waffenruhe im Libanon
- Europa bestimmt das Format, Kiew den Unterhändler: Selenskyj kündigt neue Verhandlungen mit Russland an
- EU verlängert Russland-Sanktionen zum ersten Mal um ein volles Jahr: Was hinter dem Wechsel steckt
- Ukrainischer Außenminister fordert verstärkten Druck auf Russland in allen Bereichen
- Schwere Korruptionsvorwürfe gegen Spitzenbeamte der Kiewer Stadtverwaltung – So sollen sie betrogen haben
- Ukraine fordert von Belarus: Baut die Drohnen-Verstärker für Russland ab

