In Costa Rica wurde ein einzigartiger „goldener“ Hai entdeckt: Erstmals wurden zwei seltene Mutationen dokumentiert.
Nach Angaben von ТСН: In der Nähe der Küste von Costa Rica entdeckten Wissenschaftler einen seltenen Fall in der Meeresbiologie – einen „goldenen“ Ammenhai mit einer einzigartigen Kombination genetischer Anomalien, die mit der Pigmentierung in Zusammenhang stehen. Es handelt sich um einen Hai der Art Ginglymostoma cirratum, der im August 2024 von Fischern im Karibischen Meer gefangen und später wieder freigelassen wurde.
Dieser außergewöhnliche Fisch wurde am 10. August in der Nähe des Tortuguero-Nationalparks in einer Tiefe von etwa 37 Metern gefangen. Ein Fischer namens Juan Pablo bemerkte die leuchtende gelb-orangefarbene Färbung und die völlig weißen Augen des Hais. Er fotografierte das Tier, maß es und ließ es zurück ins Wasser. Später wurden die Fotos dank eines lokalen Ökotourismusunternehmens in sozialen Netzwerken veröffentlicht.
Die Bilder interessierten Biologen, die feststellten, dass die ungewöhnliche Farbe des Hais mit einer Kombination aus zwei seltenen Anomalien zusammenhängt: Albinismus, bei dem dunkles Pigment fehlt, und Xanthismus, das zu einem Übermaß an gelbem Pigment führt. Dieses kombinierte Phänomen wird als Albino-Xanthochromismus bezeichnet. Die Schlussfolgerungen der Wissenschaftler wurden im August 2025 veröffentlicht.
Trotz ihrer leuchtenden Färbung, die das Überleben erschweren könnte, erreichte dieser Hai die Geschlechtsreife; seine Länge betrug ungefähr zwei Meter, was auf ein Alter von mindestens zehn Jahren hinweist. Bisher wurden solche Fälle von Albino-Xanthochromismus hauptsächlich bei Vögeln, wesentlich seltener bei Meeresbewohnern beobachtet. Dies ist der erste dokumentierte Fall der Kombination zweier solcher Mutationen bei Ammenhaien.
Wissenschaftler betonen, dass die seltene Färbung auch durch Umweltbedingungen bedingt sein könnte. Sie heben die Bedeutung weiterer Forschung hervor, da der Ozean schwierig zu beobachten ist und solche genetischen Eigenschaften möglicherweise verbreiteter sind, als wir denken.
Dieser außergewöhnliche Fall bestätigt, wie vielfältig und unerforscht die Unterwasserwelt bleibt. Die Untersuchung solcher Phänomene könnte helfen, wichtige Aspekte der Evolution und Anpassung von Meeresbewohnern zu klären. Das Studium von Ökosystemen und deren Bewohnern ist wichtig für den Erhalt des natürlichen Erbes des Planeten.
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