Mehr als 20 Mal: Selenskyj und Budanow sagten das Kriegsende voraus – eine Bilanz der Fehleinschätzungen.
Die vielen Vorhersagen zum Kriegsende in der Ukraine
Nach Angaben von Espreso.tv: In den Jahren 2022 bis 2025 sorgten Äußerungen ukrainischer Führungspersönlichkeiten wie Wolodymyr Selenskyj und Kyrylo Budanow immer wieder für Diskussionen. Allein 2022 gaben offizielle Vertreter mehr als 20 Mal Prognosen zum Ende des Krieges ab, oft verbunden mit der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr des Friedens. Selenskyj selbst skizzierte mindestens zweimal Szenarien für ein Kriegsende, unter anderem auf internationalen Bühnen wie dem G7-Gipfel, wo ebenfalls über eine mögliche Beendigung des Konflikts gesprochen wurde.
Wandel der Prognosen zwischen 2023 und 2025
Im August 2023 äußerte Präsident Selenskyj die Erwartung, der Krieg könne noch vor Jahresende zu Ende gehen. Nach der gescheiterten ukrainischen Gegenoffensive im Jahr 2024 wurden die Aussagen jedoch deutlich zurückhaltender. In dieser Phase deutete Selenskyj an, dass der Konflikt möglicherweise erst 2025 enden könnte. Diese Einschätzung bekräftigte er im Februar 2025 auf der Münchner Sicherheitskonferenz, wo er erneut die Möglichkeit eines Kriegsendes bis Jahresende ansprach.
Der damalige Militärchef Walerij Saluschnyj warnte hingegen vor gefährlichen Illusionen bezüglich eines raschen Kriegsendes. Er erklärte:
'Ich kann Ihnen für die nahe Zukunft nichts versprechen außer Schweiß und Blut.' Walerij Saluschnyj
Diese Worte unterstreichen die Komplexität der Lage und die Notwendigkeit eines realistischen Blicks auf die Prognosen zum Konfliktende.
Insgesamt bleiben die Vorhersagen zum Ende des Ukraine-Krieges vage: Die Einschätzungen zu Zeitpunkt und Bedingungen variieren stark und hängen maßgeblich von der Entwicklung an der Front sowie von diplomatischen Initiativen ab.
Dieser Verlauf zeigt, dass selbst die wiederholten Versuche ukrainischer Amtsträger, konkrete Endtermine zu nennen, oft an der Realität des militärischen Geschehens und der Komplexität der Verhandlungen scheiterten. Hinzu kommt die Notwendigkeit, sich auf einen langen Atem im Kampf um die Unabhängigkeit einzustellen – eine Strategie, die auf langfristige Ziele ausgerichtet sein muss.
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