Nato-Gipfel: Selenskyj fordert mehr Luftabwehr und klaren Beitrittspfad für die Ukraine.
Rede des ukrainischen Präsidenten auf dem Nato-Gipfel
Nach Angaben von UATV: Am 7. Juli 2023 nutzte Wolodymyr Selenskyj seine Rede auf dem Nato-Gipfel, um zwei zentrale Anliegen zu bekräftigen: die dringende Verstärkung der ukrainischen Luftverteidigung und die langfristige Perspektive einer Vollmitgliedschaft im Bündnis. Im Rahmen des Treffens wurden neue Hilfspakete angekündigt, unter anderem von Kanada.
Der ukrainische Staatschef machte deutlich, dass die Verteidigungsfähigkeit des Landes weiter ausgebaut werden müsse. Dazu sagte er wörtlich:
„Wir müssen hier in Europa eines tun – eine starke Abwehr gegen russische ballistische Raketen aufbauen.“ - Wolodymyr Selenskyj
Zugleich stellte Selenskyj die Frage nach der Glaubwürdigkeit des Bündnisses in den Raum:
„Halten Sie es wirklich für richtig, ein Land mit einem solchen Verteidigungswillen außerhalb der Nato zu lassen?“ - Wolodymyr Selenskyj
Ein bemerkenswerter Punkt seiner Ausführungen: Die ukrainische Armee kann nach eigenen Angaben rund 90 Prozent aller russischen Drohnen abfangen – ein Beleg für die Schlagkraft der vorhandenen Luftabwehrsysteme.
Zusammenarbeit mit der Nato und bevorstehende Gespräche
Nato-Generalsekretär Mark Rutte betonte seinerseits den Wert der Partnerschaft: „Wir werden noch stärker, wenn wir mit unseren Partnern zusammenarbeiten – und dazu gehört auch die Ukraine.“ Ein weiteres bedeutendes Ereignis war für den 8. Juli 2023 ein Treffen zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj angekündigt, das zusätzliche Impulse für die Diskussionen über Unterstützung und Kooperation erwarten ließ.
Ein wichtiges Thema auf dem Gipfel war zudem die mögliche Produktion von Patriot-Raketen in der Ukraine selbst – ein Schritt, der die Eigenständigkeit des Landes in der Verteidigung erheblich stärken könnte. Auch Kanadas Premierminister Mark Carney nahm an den Gesprächen teil und bekräftigte die Bereitschaft seines Landes, neue Hilfsleistungen bereitzustellen.
Insgesamt bot der Nato-Gipfel eine Bühne für intensive Debatten über die Sicherheitsarchitektur der Ukraine und ihre engere Anbindung an westliche Verteidigungsstrukturen. Die zugesagten Hilfspakete und die fortgesetzte Kooperation mit der Nato sind für das Land im Kriegszustand von existenzieller Bedeutung. Das Gespräch mit Donald Trump könnte zudem die transatlantischen Beziehungen weiter vertiefen und die internationale Unterstützung für die ukrainische Verteidigungsfähigkeit nachhaltig festigen.
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