NATO-Gipfel in Ankara: Selenskyj meldet 90-prozentige Drohnen-Abwehrquote und fordert mehr Luftverteidigung.
Rede des ukrainischen Präsidenten beim NATO-Gipfel
Nach Angaben von UATV: Am 7. Juli 2023 ergriff Wolodymyr Selenskyj auf dem NATO-Gipfel in Ankara das Wort. Der ukrainische Präsident führte dort erste bilaterale Gespräche mit Bündnisführern, unter anderem mit Kanadas Premierminister Mark Carney. Im Zentrum seiner Ausführungen stand die Forderung nach einem Ausbau der Luftabwehr sowie die Frage einer stärkeren Einbindung der Ukraine in die Verteidigungsprogramme der Allianz.
Selenskyj unterstrich die Notwendigkeit einer robusten europäischen Verteidigung, speziell gegen russische ballistische Raketen. Dabei hob er hervor, dass die ukrainischen Streitkräfte derzeit in der Lage seien, neun von zehn russischen Drohnen abzufangen – ein Beleg für die hohe Schlagkraft der eigenen Luftverteidigung. Der Präsident bekräftigte zudem seine Überzeugung, dass die Ukraine fester Bestandteil der kollektiven Sicherheitsarchitektur des Bündnisses werden müsse. Wörtlich erklärte er:
„Ich bin der Auffassung, dass die Ukraine Teil der kollektiven Verteidigung der Allianz werden muss.“ – Wolodymyr Selenskyj
Debatten auf dem Gipfeltreffen
Ein weiteres Thema der Beratungen war die militärische Neuausstattung sowie die Anhebung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dies unterstreicht den Willen der NATO-Staaten, ihre Abwehrfähigkeiten vor dem Hintergrund aktueller Gefahren zu stärken. NATO-Generalsekretär Mark Rutte befürwortete den Annäherungskurs des Bündnisses an die Ukraine und betonte:
„Wir werden noch stärker, wenn wir mit unseren Partnern zusammenarbeiten – dazu zählt auch die Ukraine.“ – Mark Rutte
Unter den Teilnehmern des Gipfels befand sich auch der frühere US-Präsident Donald Trump, der sich mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan traf. Trump zeigte sich zuversichtlich, dass man den gesteckten Zielen näher gekommen sei, und meinte: „Ich denke, wir sind dem Ziel viel näher, als es den Anschein hat.“
Der NATO-Gipfel in Ankara markierte damit einen wichtigen Schritt zur Vertiefung der Kooperation zwischen der Ukraine und dem Bündnis. Im Mittelpunkt standen konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Verteidigungsfähigkeit angesichts wachsender Bedrohungen aus Russland. Die Veranstaltung verdeutlichte das Engagement Kiews, Unterstützung zu mobilisieren und sich enger an die europäische Sicherheitsarchitektur anzubinden – ein Prozess, der die Stabilität der gesamten Region maßgeblich beeinflussen könnte. Die forcierte Zusammenarbeit mit der NATO zeigt zudem das Bestreben der Ukraine, ihre internationale Position im anhaltenden russischen Angriffskrieg weiter zu festigen.
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