Selenskyj zu Drohnenangriffen auf Moskau: „Erst wenn tausend Drohnen fliegen, wird der Kreml umdenken“.
Wie Drohnenangriffe den Kreml unter Druck setzen
Nach Angaben von UATV: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist überzeugt, dass regelmäßige Angriffe mit ukrainischen Drohnen auf Moskau und Sankt Petersburg die russische Führung zu einer strategischen Neubewertung zwingen könnten. Im Gespräch mit der Financial Times betonte er, dass nicht etwa hundert, sondern tausend Drohnen am Himmel über Moskau die russischen Entscheidungsträger zum Umdenken bewegen würden. Für ihn liegt der Schlüssel in der direkten Bedrohung jener Orte, von denen aus der Krieg gegen die Ukraine gesteuert wird.
„Wo leben die russischen Eliten? Moskau und Petersburg – das sind die beiden zentralen Städte. Dorthin wird es fliegen, denn genau dort entscheiden sie, uns zu töten.“
Wolodymyr Selenskyj
Diese Worte unterstreichen seine Überzeugung, dass Angriffe auf diese Metropolen jene treffen, die in Russland die politischen Weichen stellen. Es geht ihm nicht allein um militärische Wirkung, sondern um eine Botschaft an die Machtzentren des Landes.
Strategischer Druck auf Russland
Der Präsident hob hervor, dass „erst die Kombination aus militärischem, wirtschaftlichem und psychologischem Druck die Entscheidungen der russischen Führung beeinflussen kann“. Seiner Ansicht nach wird sich die Lage erst dann grundlegend ändern, wenn Wladimir Putin die Folgen der Angriffe persönlich zu spüren bekommt.
„Sobald er es persönlich zu spüren beginnt, sobald er es mit eigenen Augen sieht, werden seine Berater darauf drängen, dass er irgendwo hinter den Ural umzieht.“
Wolodymyr Selenskyj
Damit macht Selenskyj deutlich, dass der Druck auf die wichtigsten russischen Städte ein entscheidender Hebel in Verhandlungen und für einen Politikwechsel im Kreml sein könnte. Die Angriffe sollen nicht nur die ukrainische Bevölkerung stärken, sondern auch internationale Aufmerksamkeit auf die Kriegsfolgen lenken und den Kreml zum Umdenken bewegen. Ein solcher Ansatz könnte neue diplomatische Initiativen befördern, denn die Reaktion auf Bedrohungen aus Russland bleibt ein zentraler Faktor.
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