Höhenluft als Vorbild: Neuer Wirkstoff ahmt Schutz vor Diabetes nach.

Höhenluft als Vorbild: Neuer Wirkstoff ahmt Schutz vor Diabetes nach
Höhenluft als Vorbild: Neuer Wirkstoff ahmt Schutz vor Diabetes nach

Wie das Leben in den Bergen vor Diabetes schützen kann

Nach Angaben von TSN.ua: Wer in Höhen über 1500 Metern lebt, hat ein um 12% geringeres Risiko, an Diabetes zu erkranken. Dies geht aus einer Studie hervor, die im Fachjournal Cell Metabolism veröffentlicht wurde. Der Grund: Rote Blutkörperchen nehmen unter Sauerstoffmangel (Hypoxie) Glukose effizienter auf als unter normalen Bedingungen. Diese Erkenntnis bildete die Grundlage für die Entwicklung des neuen Wirkstoffs HypoxyStat. Er imitiert den Effekt des Sauerstoffmangels, ohne eine tatsächliche Hypoxie auszulösen.

Bewohner großer Höhen erkranken deutlich seltener an Diabetes als Menschen im Flachland. Dieses Phänomen hängt mit den Eigenschaften der Erythrozyten zusammen, die unter Sauerstoffmangel mehr Glukosetransporter aufweisen. Dazu erklärt die Forscherin Yolanda Martí-Mateos:

Genau diese roten Blutkörperchen verfügen über eine größere Kapazität, Glukose zu transportieren, was sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken kann.

HypoxyStat: Ein vielversprechender Kandidat

Erste Tests mit HypoxyStat an Mäusen zeigten bereits, dass der Wirkstoff den Blutzuckerspiegel normalisieren kann. Allerdings, so betont Isha Jain, ist noch viel Forschungsarbeit nötig:

Es wird noch viel Arbeit erfordern, bis etwas davon zu den Patienten gelangt, aber die biologischen Daten sind wirklich vielversprechend.

Die Ergebnisse deuten auf das Potenzial völlig neuer Ansätze im Kampf gegen Diabetes hin, die die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig verbessern könnten. Die Forschung zum Zusammenhang zwischen Höhenklima und Diabetes eröffnet neue Perspektiven für die Behandlung dieser Volkskrankheit. Die Entwicklung von HypoxyStat könnte ein wichtiger Schritt hin zu Therapien sein, die auf der natürlichen Physiologie des Körpers unter Sauerstoffmangel basieren. Da Diabetes weltweit eine der Hauptursachen für Krankheit und Sterblichkeit bleibt, könnten solche Fortschritte in Zukunft erhebliche medizinische und gesellschaftliche Bedeutung erlangen.


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