Polnische Orden zurückgegeben: So reagieren ukrainische Politiker auf die Aberkennung von Selenskyjs Auszeichnung.
Ukrainische Spitzenpolitiker geben polnische Auszeichnungen zurück
Nach Angaben von Novyny.live: Ihor Schowkwa und Andrij Sybiha haben sich entschieden, ihre polnischen Orden zurückzugeben. Damit zeigen sie Solidarität mit Wolodymyr Selenskyj, dem der höchste polnische Orden, der Weiße Adler, durch den polnischen Politiker Karol Nawrocki aberkannt wurde. Die Entscheidung unterstreicht den Zusammenhalt innerhalb der ukrainischen Führung angesichts dieser diplomatischen Verstimmung.
Schowkwa gab die Auszeichnung zurück, die er im Jahr 2022 erhalten hatte. Er betonte, dass die Unterstützung der Ukraine in dieser schwierigen Zeit oberste Priorität habe, und erklärte:
'Das ukrainische Volk zahlt heute den höchsten Preis für die Freiheit und Sicherheit ganz Europas.'
Für ihn steht der Kampf für diese Werte über jeder persönlichen Ehrung.
Sybiha wiederum verzichtete auf das Komturkreuz mit Stern des Verdienstordens der Republik Polen. In seiner Stellungnahme hieß es:
'Angesichts dieser unüberlegten Handlungen sehe ich keine Möglichkeit, die mir im Oktober 2022 verliehene hohe staatliche Auszeichnung der Republik Polen zu behalten.'
Aus ukrainischer Sicht hat die Ehrung damit ihren Wert als Anerkennung verloren und wird stattdessen mit Entscheidungen in Verbindung gebracht, die in der Ukraine auf Empörung stoßen.
Am 19. Juni hatte Nawrocki Selenskyj den Orden des Weißen Adlers entzogen. Offiziell begründet wurde dieser Schritt damit, dass Selenskyj einer Einheit der ukrainischen Streitkräfte den Namen 'Helden der UPA' verliehen hatte. Der Orden des Weißen Adlers gilt als die höchste staatliche Auszeichnung Polens, seine Aberkennung hat in ukrainischen Kreisen für große Aufregung gesorgt.
Mit der Rückgabe der Orden zeigen die ukrainischen Politiker, dass sie nationale Interessen über persönliche Auszeichnungen stellen und die polnische Entscheidung ablehnen. Es handelt sich um einen symbolischen Akt, der die enge Verbindung zwischen politischem Handeln und den grundlegenden Werten des ukrainischen Freiheitskampfes verdeutlicht.
Die Rückgabe der Auszeichnungen macht das angespannte Verhältnis zwischen der Ukraine und Polen deutlich, das durch gegensätzliche politische Entscheidungen belastet wird. Gleichzeitig zeigt sich, dass ukrainische Führungspersonen bereit sind, nationale Anliegen über internationale Beziehungen zu stellen, selbst wenn dies zu weiteren Diskussionen über die künftige Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern führen könnte.
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