31. Dezember: Tag der heiligen Melania, volkstümliche Zeichen und Schuldenverbot.

31. Dezember: Tag der heiligen Melania, volkstümliche Zeichen und Schuldenverbot
31. Dezember: Tag der heiligen Melania, volkstümliche Zeichen und Schuldenverbot

Nach Angaben von ТСН: Morgen, am 31. Dezember, erinnert der orthodoxe Kalender an den Gedenktag der heiligen Melania. Die heilige Melania wurde etwa 383 in Rom in einer wohlhabenden Senatorenfamilie geboren. Sie war die Enkelin der heiligen Melania der Älteren, einer Nonne, die großen Einfluss auf ihre spirituelle Entwicklung hatte.

Seit ihrer Kindheit zeichnete sich Melania durch tiefen Glauben, Liebe zur Heiligen Schrift und den Wunsch nach einem reinen Leben aus. Obwohl sie davon träumte, Gott zu dienen, heiratete sie im Alter von 14 Jahren den vornehmen Jüngling Pinian.

Das Ehepaar Melania und Pinian besaß große Güter in Italien, Afrika, Gallien, Spanien und im Osten, was ihnen erlaubte, in Luxus zu leben. Doch mit der Zeit sehnte sich ihr Herz nach einem asketischen Leben.

Nachdem sie zwei Kinder in jungen Jahren verloren hatte, wählte Melania einen neuen spirituellen Weg und beschloss, ihr Leben Christus zu widmen, zusammen mit ihrem Mann den Weg des Gebets und des Dienstes an den Nächsten zu wählen.

Das Ehepaar begann mit beispiellosen Akten der Barmherzigkeit. Ihre Spenden waren so groß, dass Zeitgenossen Melania „die Schatzkammer der Barmherzigkeit der Kirche“ nannten. Nach politischen Unruhen in Rom begaben sie sich ins Heilige Land, wo Melania ein Frauenkloster auf dem Ölberg gründete und Äbtissin wurde.

Nach dem Tod von Pinian vertiefte Melania ihr klösterliches Leben noch mehr. Sie war gut gebildet, kannte die Heilige Schrift, korrespondierte mit bedeutenden Kirchenvätern und unterstützte die orthodoxe Lehre während theologischer Kontroversen. Die heilige Melania starb am 31. Dezember 439 in Jerusalem im Alter von etwa 56 Jahren; den Überlieferungen nach war ihr Tod friedlich, erfüllt von Gebet und geistiger Freude.

Zeichen für den 31. Dezember

  • Wenn der 31. Dezember frostig und klar ist, wird auch Januar kalt und schneearm sein.

  • Schnee an Melania (31. Dezember) deutet auf eine gute Ernte im nächsten Jahr hin.

  • Der östliche Wind ist ein Vorbote von Schneefällen.

Was man morgen nicht tun sollte

Nach dem Volksglauben sollte man an diesem Tag vorsichtig mit Geld und Emotionen umgehen. Es wird nicht empfohlen, Geld zu leihen oder zu geben, da dies zu finanziellen Verpflichtungen für das ganze Jahr führen kann.

Es ist auch nicht ratsam, Kleingeld zu zählen, damit der finanzielle Fluss nicht „stecken bleibt“ bei kleinen Ausgaben. Man glaubt, dass man Gebenden nicht absagen sollte - das schreckt den Wohlstand ab. Es sollte nicht in schwarzer Kleidung am festlichen Tisch gesessen werden, da dies zu Traurigkeit im Laufe des Jahres führen könnte.

Streitigkeiten am Vorabend des Neujahrs gelten als besonders gefährlich: Wenn man sich bis zum Fest nicht versöhnt, können Konflikte lange andauern.

Was man morgen tun kann

Die heilige Melania gilt als himmlische Schutzpatronin schwangerer Frauen und derjenigen, die sich auf die Entbindung vorbereiten. An diesem Tag wenden sich die Orthodoxen mit Gebeten an sie um eine erleichterte Geburt und ein gesundes Kind sowie um Hilfe in schwierigen Geburtsmomenten.

Am Silvesterabend ist es üblich, einen reichhaltigen Tisch zu decken, da er traditionell Wohlstand für das ganze kommende Jahr symbolisiert. Die Kutja nimmt einen besonderen Platz am Tisch ein und wird allen Gästen angeboten. Man glaubt, dass das gemeinsame Essen der Kutja hilft, Konflikte zu schlichten und Frieden wiederherzustellen.

Der Gedenktag der heiligen Melania erinnert nicht nur an eine wichtige geistliche Persönlichkeit in der Geschichte der Kirche, sondern erinnert auch an die Werte der Wohltätigkeit und Barmherzigkeit. Die mit diesem Tag verbundenen Riten und Traditionen verkörpern das Streben nach Harmonie und Wohlstand im neuen Jahr, was ihn zu einem wichtigen Element der ukrainischen Kultur und Bräuche macht.


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