Am 31. Januar: Gedenktag der heiligen Wunderheiler und Märtyrer Kyr und Johannes.
Gedenktag der heiligen Kyr und Johannes
Nach Angaben von TSN.ua: Im orthodoxen Kirchenjahr wird am 31. Januar der heiligen Wundertäter und unentgeltlichen Heiler Kyr und Johannes gedacht. Beide gelten als Ärzte-Heilige und Märtyrer für ihren Glauben. Der heilige Kyr stammte aus dem ägyptischen Alexandria, wo er als angesehener Arzt wirkte. Sein Gefährte, der heilige Johannes, war hingegen ein Soldat aus der Stadt Edessa.
Zu Beginn des 4. Jahrhunderts, unter der Herrschaft von Kaiser Diokletian, wurden Christen verfolgt. In dieser Zeit wurden auch Kyr und Johannes wegen ihres Glaubensbekenntnisses zu Opfern der Christenverfolgung. Sie erlitten um das Jahr 311 herum den Märtyrertod. Gemeinsam mit ihnen starben die heiligen Frauen Athanasia, Theodotia, Theoktista und Eudoxia, die ebenfalls an diesem Tag verehrt werden.
Bauernregeln und Bräuche
Der 31. Januar ist mit verschiedenen Wetterzeichen und Bräuchen verbunden. So kündigen kreisende oder laut krächzende Raben einen nahenden Schneesturm an. Ein Hof um den Mond am Abend verheißt eine gute Frühjahrsernte. Scheint dagegen die Mittagssonne klar am wolkenlosen Himmel, steht ein früher Frühling bevor.
An diesem Tag sollten bestimmte Verhaltensregeln beachtet werden:
- Man sollte sich selbst beherrschen und nicht die Fassung verlieren;
- Den inneren Frieden bewahren;
- Streitigkeiten vermeiden und im Umgang mit Feuer besonders vorsichtig sein;
- Um Gesundheit, Heilung von Augenkrankheiten, Schutz vor Versuchungen und Bewahrung des Hauses vor Feuer bitten.
Der Gedenktag der heiligen Kyr und Johannes ist ein bedeutendes Datum im orthodoxen Kalender. Er erinnert an Glaubenstreue und Opfermut, aber auch an die Fürbitte für Gesundheit und Wohlergehen. Die Heiligen werden besonders bei Augenleiden und Krankheiten angerufen.
Die Verehrung von Kyr und Johannes am 31. Januar hat für orthodoxe Christen eine tiefe geistliche und kulturelle Bedeutung. Das Fest würdigt nicht nur das Martyrium der Heiligen, sondern betont auch die Wichtigkeit geistlicher Gesundheit und Standhaftigkeit in schweren Zeiten. Die überlieferten Bräuche und Bauernregeln spiegeln volkstümliche Naturbeobachtungen wider und zeigen, wie Glaube und Alltagswissen miteinander verwoben sind – was diesem Festtag bis heute Relevanz verleiht.
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