Ukrainische Künstler verurteilen US-Band für Auftritte in Russland.
Empörung über As I Lay Dying
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Sänger Artem Pivovarov hat die US-Metalband As I Lay Dying scharf für ihre Konzerte in Russland kritisiert. Die Band tritt in einem Land auf, das einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. Diese Entscheidung stößt nicht nur bei Pivovarov, sondern auch bei anderen ukrainischen Künstlern auf massive Ablehnung und Unverständnis.
'Eure Musik ist für immer aus meiner Playlist gelöscht! Russland ist ein Terrorstaat.' Artem Pivovarov
Diese Äußerung spiegelt die tiefe Empörung wider, die viele ukrainische Kulturschaffende gegenüber solchen Handlungen empfinden. Sie sehen darin eine Unterstützung des Aggressors.
Showmaster Anatoliy Anatolich schloss sich der Kritik an und bezeichnete das Verhalten der Band als inakzeptabel. In einem emotionalen Statement machte er seinem Ärger Luft:
'Schämt euch. Fotos aus der Hauptstadt eines Landes zu posten, das täglich Menschen im Nachbarland tötet. Eure Grinsen sind eine Fratze. Zehntausende Tote, Hunderttausende, die ihr Zuhause verloren haben, und ihr reist wie Hofnarren nach Russland, um Terroristen zu unterhalten. Schämt euch zutiefst.' Anatoliy Anatolich
Die geplanten Auftritte der amerikanischen Band haben somit eine klare und einhellige Reaktion aus der ukrainischen Kunst- und Kulturszene provoziert, die jede Form der Normalisierung mit dem Kriegsregime ablehnt.
Die Rolle der Kultur in politischen Konflikten
Der Vorfall unterstreicht die politische Dimension kulturellen Handelns. Der Protest der ukrainischen Künstler gegen die Russland-Konzerte ist ein Ausdruck der Solidarität mit den Opfern des Krieges und ein Appell an die internationale Gemeinschaft. In Zeiten eines andauernden Angriffskrieges gewinnen solche Stellungnahmen an Bedeutung, da sie auch von Kulturschaffenden weltweit eine klare Haltung und Verantwortung einfordern. Die Debatte zeigt, dass Kunst und Politik in solchen Konflikten kaum zu trennen sind.
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