Schwerer Schlag gegen das Höhlenkloster Kiew: Schäden von über 500 Millionen Griwna – Restaurierung soll zwei Jahre dauern.
Brand im Kiewer Höhlenkloster
Nach Angaben von Espreso.tv: Ein russischer Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster am 15. Juni löste einen Großbrand aus, der die Mariä-Entschlafens-Kathedrale schwer beschädigte. Das Dach der Kathedrale mit einer Fläche von etwa 800 Quadratmetern geriet in Flammen. Der entstandene Schaden wird auf mehr als 500 Millionen Griwna geschätzt. Nach vorläufigen Berechnungen wird die Wiederherstellung des Gebäudes zwei Jahre in Anspruch nehmen. Zum Vergleich: Diese Summe entspricht einem bedeutenden Teil des Jahresetats für Denkmalpflege in der Ukraine.
Während des Brandes ergriffen die Rettungskräfte Maßnahmen, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen, wie Iwan Jahowenko betonte:
„Dank des Einsatzes der Feuerwehr konnte der Brand eingedämmt werden“. Am 18. Juni wurde eine Kommission aus Architekten und Ingenieuren eingesetzt, die sich mit der Sicherung und Restaurierung der beschädigten Bauten befassen soll.
Folgen und internationale Reaktionen
Der Angriff beschädigte auch 19 UNESCO-Welterbestätten, was die Schwere der Zerstörung unterstreicht. Geplant ist die Errichtung eines Schutz-Daches für zwei bis drei Monate, um die Überreste des Bauwerks vor weiteren Schäden zu bewahren. Ab dem 19. Juni wurde ein Teil des Klosters wieder für Besucher geöffnet.
Metropolit Epiphanius bezeichnete das Ereignis als
„ein russisches Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gegen die Geschichte, gegen das Christentum“. Tetjana Bereschna erklärte, der Angriff sei „eines der schwersten Verbrechen gegen das Weltkulturerbe“. Diese Aussagen unterstreichen die Bedeutung des Kiewer Höhlenklosters nicht nur für die Ukraine, sondern für die gesamte Weltkultur.
Der Vorfall sorgt nicht nur in der Ukraine, sondern auch international für Besorgnis, da das Kiewer Höhlenkloster zum Weltkulturerbe zählt. Die Zerstörung oder Beschädigung solcher historischer Stätten hat schwerwiegende Folgen für die kulturelle Identität und das Erbe der Völker. Der Wiederaufbau des Klosters wird ein wichtiger Schritt zur Bewahrung des ukrainischen Kulturerbes sein und zugleich ein Symbol für Widerstandskraft und Erneuerung nach dem Konflikt darstellen.
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