Russland hat die Möglichkeit verloren, Menschen ins All zu schicken: Gründe für den Unfall in Baikonur.

Russland hat die Möglichkeit verloren, Menschen ins All zu schicken: Gründe für den Unfall in Baikonur
Russland hat die Möglichkeit verloren, Menschen ins All zu schicken: Gründe für den Unfall in Baikonur

Nach Angaben von ТСН: Am Raumfahrtbahnhof Baikonur in Kasachstan, der von "Roskosmos" genutzt wird, gab es einen Unfall während des Starts des russischen Raumfahrzeugs "Soyuz MS-28" zur Internationalen Raumstation. Experten glauben, dass Russland nicht mehr in der Lage ist, Menschen ins All zu schicken.

Einzelheiten des Vorfalls

Berichten zufolge kam es während des Raketenstarts zu einer Zerstörung der Wartungskabine, die die Bedingungen für die Arbeit am Heck der Rakete sicherstellt. Der Raketenstartsanalytiker Georgij Trischkin wies darauf hin, dass diese Kabine über der einzigen Startrampe gefallen ist, von der aus russische bemannte Missionen zur ISS gestartet werden.

Laut Trischkin wird die Folge dieses Unfalls sein, dass die Starts der "Soyuz"- und "Progress"-Raumschiffe "auf unbestimmte Zeit verschoben" werden könnten.

Reparatur und Folgen

Im Kanal "Jura, verzeih" wurde berichtet, dass ein Teil des Startelements aufgrund des Gasstrahls des Raketentriebwerks zerstört wurde. Der Vorfall führte nicht zu Verletzten unter den Kosmonauten, aber um das Gebäude wiederherzustellen, ist eine Reparatur erforderlich.

„Von heute an hat Russland die Möglichkeit verloren, Menschen ins All zu schicken, was seit 1961 nicht mehr passiert ist.“

Experten glauben, dass die Reparatur der Startrampe bis zu zwei Jahre dauern könnte. Bei "Roskosmos" wurde die Existenz von Schäden an "mehreren Elementen der Startrampe" bestätigt, aber es wurde versichert, dass diese Probleme bald gelöst werden, da "alle notwendigen Ersatzteile zur Wiederherstellung vorhanden sind". Derzeit wird der Zustand der Rampe bewertet.

Zukünftige Pläne

Die Modernisierung der Gagarin-Startrampe Nr. 1, die bereits stillgelegt und an das kasachische Raumfahrtmuseum übergeben wurde, könnte eine Backup-Option für die Starts russischer Raumfahrzeuge sein. Diese Modernisierung wurde bereits 2018 mit Beteiligung der Vereinigten Arabischen Emirate geplant, aber nach der Invasion Russlands in die Ukraine hat Abu Dhabi alle Kooperationen und Investitionen in dieses Projekt abgesagt.

Zur Erinnerung: Die Internationale Raumstation (ISS) wird mindestens bis 2028 in Betrieb bleiben, und ihr Abzug aus der Umlaufbahn ist für 2030 geplant.

Diese Situation unterstreicht die Ungewissheit im russischen Raumfahrtprogramm, das jahrzehntelang ein Symbol für die wissenschaftlichen Errungenschaften des Landes war. Der Mangel an Zugang zu bemannten Starts könnte schwerwiegende Folgen für das Programm haben und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern in der Weltraumforschung beeinträchtigen.


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