Österreich fordert Ende des automatischen Schutzes für ukrainische Männer in der EU – Hintergründe.

Österreich fordert Ende des automatischen Schutzes für ukrainische Männer in der EU – Hintergründe
Österreich fordert Ende des automatischen Schutzes für ukrainische Männer in der EU – Hintergründe

Automatischer Schutz für ukrainische Männer soll fallen

Nach Angaben von Novyny.live: Österreich drängt darauf, dass ukrainische Männer im wehrfähigen Alter ab März 2027 nicht mehr automatisch vorübergehenden Schutz in der Europäischen Union erhalten. Dieses Vorhaben wird aktuell auf dem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg erörtert. Der österreichische Innenminister Gerhard Karner erklärte:

„Ab März 2027 sollte es für ukrainische Männer keinen automatischen Schutzstatus mehr geben. Die Ukraine ist auf ihre männlichen Bürger im wehrfähigen Alter angewiesen.“

Neue Regelungen und ihre Tragweite

Die geplanten Änderungen betreffen Männer zwischen 23 und 60 Jahren. Männliche Jugendliche von 18 bis 22 Jahren sind von diesen neuen Bestimmungen nicht betroffen. Wichtig ist: Wer bereits in Europa einen Schutzstatus erhalten hat, verliert diesen nicht.

Derzeit leben in der EU mehr als 1,15 Millionen ukrainische Männer mit vorübergehendem Schutz. Diese Thematik wird auf der für den 4. Juni 2023 angesetzten Sitzung des EU-Rates für Inneres diskutiert. Die österreichische Forderung zielt darauf ab, die automatische Schutzvergabe zu beenden, um die Rückkehr wehrfähiger Männer in die Ukraine zu fördern.

Ein Wegfall des automatischen vorübergehenden Schutzes für ukrainische Männer im wehrfähigen Alter könnte erhebliche Auswirkungen auf die demografische Lage in der Ukraine haben, da dies möglicherweise die Rückkehr einer großen Zahl von Menschen in das Land bewirken würde. Zugleich löst diese Initiative bei Ukrainern, die während des Krieges in Europa geblieben sind, Besorgnis aus, denn die Regeländerungen könnten ihre Situation erschweren.

Die Debatte auf EU-Ebene zeigt, dass die Frage des Flüchtlingsschutzes weiterhin aktuell ist und eine gemeinsame Lösung der Mitgliedstaaten erfordert.


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