Bis zu 5100 Griwna: Eltern drohen Geldstrafen bei Schulschwänzen ihrer Kinder.

Bis zu 5100 Griwna: Eltern drohen Geldstrafen bei Schulschwänzen ihrer Kinder
Bis zu 5100 Griwna: Eltern drohen Geldstrafen bei Schulschwänzen ihrer Kinder

Neue Regelungen im ukrainischen Gesetz

Nach Angaben von TSN.ua: In der Ukraine wird ein Bußgeld für Eltern eingeführt, deren Kinder unentschuldigt die Schule versäumen – die Höhe kann bis zu 5100 Griwna betragen. Bildungsminister Oksen Lisowyj kündigte diese Maßnahme an, um die Verantwortung der Eltern für die schulische Bildung ihrer Kinder zu stärken. Seine Stellvertreterin Nadija Kusmytschowa präzisierte, dass es sich um eine Rückkehr zu Vorschriften handelt, die vor der Pandemie bereits in Kraft waren.

Strafen für Fehlzeiten und neue Bestimmungen

Laut den neuen Regelungen wird ein erstes Vergehen mit einer Geldstrafe von 50 bis 100 nicht steuerpflichtigen Mindesteinkommen der Bürger geahndet, was umgerechnet 850 bis 1700 Griwna entspricht. Bei Wiederholung innerhalb eines Jahres steigt die Strafe auf 100 bis 300 dieser Mindesteinkommen – das sind dann 1700 bis 5100 Griwna. Die ukrainische Bildungsombudsfrau Nadija Leschtschyk setzt sich zudem dafür ein, die Anzahl der erlaubten Fehltage ohne ärztliches Attest von zehn auf fünf zu reduzieren, um die Zahl der Schulversäumnisse weiter zu senken.

'Derzeit sprechen wir über die Abstimmung der Maßnahmen zwischen dem Bildungsministerium und dem Innenministerium, insbesondere der Nationalpolizei, die den Schulbesuch der Kinder überwachen soll.' Nadija Kusmytschowa

Das ukrainische Gesetz über Ordnungswidrigkeiten sieht bereits eine Verwaltungshaftung für Eltern vor, die ihre Pflichten zur Sicherstellung des Schulbesuchs vernachlässigen. Die Neuerung zielt darauf ab, diese Verantwortung noch stärker in den Fokus zu rücken. Hintergrund ist, dass viele Kinder nach der Pandemie weiterhin unregelmäßig am Unterricht teilnehmen, was sich negativ auf ihre Bildungschancen auswirkt.

Die Gesetzesänderung spiegelt das Bestreben der ukrainischen Behörden wider, die Bildungsergebnisse zu verbessern und die Fehlzeiten an Schulen zu reduzieren. Die Rückkehr zu den vor der Pandemie geltenden Normen unterstreicht, wie wichtig die regelmäßige Anwesenheit der Schüler für ihren Lernerfolg und ihre soziale Entwicklung ist. Es wird erwartet, dass die neuen Strafen Eltern dazu bewegen, den Schulbesuch ihrer Kinder konsequenter zu kontrollieren.


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