Gegen das Vergessen: Gratis-Filmvorführungen von 'Palianytsia' in Kiew.
Freier Eintritt für das Dokumentarfilm-Projekt 'Palianytsia'
Nach Angaben von Novyny.live: Am 24. Februar, dem vierten Jahrestag der großangelegten Invasion der Russischen Föderation, finden in Kiew kostenlose Vorführungen des Dokumentarfilms 'Palianytsia' statt. Die Veranstaltungen werden im Kino-Netzwerk Multiplex organisiert, das in der gesamten Ukraine aktiv ist.
Das Filmprojekt 'Palianytsia' entstand durch ein US-amerikanisches Künstlerkollektiv, zu dem Bandit, Tristan, Johnny und die Ukrainerin Kateryna Tymchenko gehören. Über einen Zeitraum von 2,5 Jahren schuf das Team 33 Wandgemälde, die sich mit den drängenden Themen von Krieg und Kultur auseinandersetzen. Der Film war Teil des Kinomarathons Culture vs War und wurde bereits in 18 Ländern bei über 60 Vorführungen gezeigt. In der Ukraine feierte 'Palianytsia' seine Festivalpremiere auf dem 54. Internationalen Filmfestival 'Molodist'.
Organisation und die Botschaft der Macher
Die Vorführungen werden vom Staatlichen Filmagentur der Ukraine, dem Kinonetzwerk 'Multiplex' und der Vereinigung 'Schau Ukrainisches!' ausgerichtet. Geplant sind zwei Vorstellungen am 24. Februar: um 16:00 Uhr im MULTIPLEX Prospekt und um 19:00 Uhr im MULTIPLEX Retroville ScreenX.
'Ich dachte immer, Wände schweigen. Jetzt weiß ich: In der Ukraine schreien sie lauter als die Bilder darauf. Jeder Riss ist eine Geschichte, jede Wunde ein Abwesender. Kunst ist die Art, mit der Welt zu sprechen, wenn man fürchtet, sie höre einen nicht. Sie ist eine Art zu sagen: Wir sind hier. Wir leben. Wir sind auf der Seite des Lichts. Jeder Pinselstrich ist eine Herausforderung – nicht an die Welt, sondern an sich selbst.' — Bandit, einer der Autoren des Films
Die Vorführungen von 'Palianytsia' sind somit ein bedeutendes kulturelles Ereignis, das den gesellschaftlichen Kontext der Ukraine im Kriegslicht einfängt. Solche Projekte zeigen, wie Kunst auch unter extremen Bedingungen als Ausdruck des Widerstands und der Selbstbehauptung fungieren kann. Die gemeinsamen Anstrengungen von Künstlern und Kulturinstitutionen beweisen, dass Kultur selbst in den dunkelsten Zeiten lebendig bleibt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken kann.
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