Ukraine könnte belarussische Industrie binnen einer Woche lahmlegen: Kriegseintritt Minsks gilt als äußerst unwahrscheinlich.
Einschätzung aus dem Regionalparlament von Cherson
Nach Angaben von Novyny.live: Ein direktes militärisches Eingreifen von Belarus in den Ukraine-Konflikt wird von lokalen Politikern als höchst unwahrscheinlich eingestuft. Serhij Chlan, Abgeordneter im Regionalrat von Cherson, äußerte sich in der Sendung 'Vecher.LIVE' entsprechend. Er betonte, dass die belarussischen Streitkräfte viel zu schwach seien, um eine ernsthafte Gefahr für die Ukraine darzustellen. Sollte Minsk dennoch angreifen, wäre das Land laut Chlan extrem verwundbar: Die ukrainische Armee könnte die gesamte belarussische Industrie innerhalb von sieben Tagen zerstören. Dies mache die Eröffnung einer neuen Front extrem riskant.
„In einer Woche könnte man die gesamte Industrie dem Erdboden gleichmachen – es bliebe nichts übrig.“ – Serhij Chlan
Der Abgeordnete ergänzte, dass es derzeit keinerlei Voraussetzungen für eine Ausweitung der Kampfzone gebe, da „in der Armee ein Mangel an menschlichen Reserven herrscht“. Auch Wiktor Jahun, Generalmajor im Ruhestand des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU, bekräftigte, dass der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko kein Interesse daran habe, sein Land in den Krieg zu verwickeln. Dies untermauere die Einschätzung, dass ein direkter Angriff von Belarus äußerst fraglich sei.
Lage an der Grenze zu Belarus bleibt angespannt, aber stabil
Experten zufolge bleibt die Situation an der belarussischen Grenze daher ruhig. Militärische Aktionen von Seiten Minsks gelten als unwahrscheinlich. Ein weiterer wichtiger Grund dafür: Ein Produktionsausfall durch Kampfhandlungen würde Belarus um Jahrzehnte zurückwerfen. Dies sei ein starkes Argument, warum sich das Land aller Voraussicht nach nicht für die Eröffnung einer neuen Front entscheiden werde.
Die Aussagen von Abgeordnetem Chlan und den Sicherheitsexperten unterstreichen, wie wichtig die Analyse der militärischen Fähigkeiten von Nachbarländern im Kontext des Konflikts mit Russland ist. Trotz der politischen Unterstützung aus Belarus verfügt dessen Armee nicht über die nötige Schlagkraft für aktive Kampfhandlungen. Dies senkt die Risiken für die Ukraine an dieser Front. Die Lage könnte sich zwar ändern, doch Analysten zufolge wird Belarus aktuell alles daransetzen, eine offene Konfrontation zu vermeiden – nicht zuletzt aufgrund der eigenen wirtschaftlichen und militärischen Schwierigkeiten.
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