Die EU hat einen neuen Finanzierungsplan für die Ukraine für 2026-2027 vorgeschlagen: zwei Schlüsselmechanismen.

Die EU hat einen neuen Finanzierungsplan für die Ukraine für 2026-2027 vorgeschlagen: zwei Schlüsselmechanismen
Die EU hat einen neuen Finanzierungsplan für die Ukraine für 2026-2027 vorgeschlagen: zwei Schlüsselmechanismen

Nach Angaben von ТСН: Die Europäische Union unternimmt entschlossene Schritte zur langfristigen Unterstützung der Ukraine, trotz der Situation an der Front. Die Kommission hat offiziell ein neues Paket von Vorschlägen vorgestellt, das darauf abzielt, die finanziellen Bedürfnisse Kiews für die Jahre 2026-2027 zu decken. Das Hauptziel ist es, der Ukraine Ressourcen für Verteidigung und die Funktionsfähigkeit des Staates zu geben, während Russland nicht bereit zu Friedensverhandlungen ist.

Zwei Finanzierungswege

Brüssel schlägt zwei rechtlich ausgestaltete Mechanismen vor, die Alternativen sein oder sich gegenseitig ergänzen können:

  1. EU-Kredite (EU borrowing). Diese Option basiert auf dem Haushalt der Europäischen Union. Die EU nimmt Mittel von internationalen Märkten unter Garantie ihres Haushalts auf, um sie der Ukraine zur Verfügung zu stellen.

  2. Reparationskredit (Reparations Loan). Dies ist ein innovativer Ansatz, der es der Kommission ermöglicht, Restmittel bei EU-Finanzinstitutionen auszuleihen, wo eingefrorene Vermögenswerte der russischen Zentralbank aufbewahrt werden.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Kommission, bemerkte, dass diese Entscheidungen die Verhandlungsposition Kiews stärken werden.

„Wir schlagen vor, einen Reparationskredit zu schaffen, indem wir Restmittel aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten in der EU nutzen… Wir erhöhen die Kosten des aggressiven Krieges für Russland. Und dies sollte einen zusätzlichen Anreiz für Russland schaffen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen“, sagte sie.

Schutz vor Kreml-Rache

Die Vorschläge enthalten auch Sicherheitsmechanismen. Europa ist sich der Risiken bewusst: Russland könnte versuchen, die Vermögenswerte europäischer Unternehmen auf seinem Territorium zu konfiszieren oder Klagen in unterstützenden Jurisdiktionen einzureichen.

Deshalb ist ein Solidaritätsmechanismus vorgesehen, der durch nationale Garantien der Mitgliedstaaten oder den Haushalt der EU gestützt wird, um die europäischen Finanzinstitutionen vor möglichen „Vergeltungsmaßnahmen“ seitens Moskaus zu schützen. Es wird auch vorgeschlagen, gesetzlich zu verbieten, eingefrorene Vermögenswerte zurück nach Russland zu transferieren, solange das Land keine Reparationen zahlt.

Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU

Diese Vorschläge müssen noch genehmigt werden. Die Kommission fordert das Europäische Parlament und den Rat der EU auf, schnell zu handeln. Es wird erwartet, dass die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten versuchen werden, beim Gipfel am 18.-19. Dezember eine klare Einigung über diesen Plan zu erzielen.

Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der Kommission, fasste die Stimmung in Brüssel zusammen:

„Die Schicksale Europas und der Ukraine sind miteinander verbunden… Unsere Vorschläge entsprechen dem internationalen Recht, maximieren den Druck auf Russland und senden ein klares Signal, dass Aggression nicht siegen wird“.

Es ist auch bekannt, dass der Finanzminister Norwegens, Jens Stoltenberg, mitgeteilt hat, dass Norwegen den Staatsfonds nicht zur Sicherstellung des EU-Kredits für die Ukraine verwenden wird. Die Entscheidung über die Unterstützung der Finanzierung wird vom Format dieser Initiative abhängen, das von der Europäischen Union vereinbart wird.

Dies zeigt den festen Willen der EU, die Ukraine angesichts anhaltender Aggressionen zu unterstützen. Das Paket an Vorschlägen zielt nicht nur auf die Finanzierung ab, sondern auch auf die Schaffung rechtlicher Mechanismen, die die Risiken für europäische Unternehmen verringern. Die Genehmigung dieser Initiativen während des Gipfels am 18.-19. Dezember wird einen wichtigen Schritt zur Gewährleistung von Stabilität und Sicherheit in der Region darstellen.


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