Die Ukraine kann Millionenstädte nicht ohne Strom lassen: Was passiert mit dem Energiesystem.
Nach Angaben von ТСН: Die russischen Truppen greifen erneut die Energieinfrastruktur der Ukraine an und zielen auf Städte wie Kiew, Charkow, Odessa, Dnipro, Saporoschje und Krywyj Rih. Trotz zahlreicher Angriffe konnte der Feind bisher die Millionenstädte nicht ohne Strom lassen.
Serhij Nahornyak, der Vorsitzende des Unterausschusses für Energieeffizienz und Energiesparen der Werchowna Rada, stellte fest, dass die aktuellen Maßnahmen eher temporäres „Aufleben“ der beschädigten Infrastruktur ähneln, als eine vollwertige Wiederherstellung.
„Von einer Wiederherstellung kann momentan keine Rede sein. Es ist noch ein weiter Weg. Ich habe die Aussagen des Ministeriums für Energie über sechs Monate zur Wiederherstellung bei fehlenden Beschüssen gehört, aber nach meinen Einschätzungen wird es doppelt bis dreimal so lange dauern“, sagte Nahornyak.
Er betonte auch, dass dies nicht nur große Anlagen betrifft, sondern auch lokale, wie die Kanivskaja, Dniprovska und Srednodniprovska Wasserkraftwerke, das Tschernobyl-Kraftwerk und die Umspannwerke von Ukrenergo, die kürzlich unter massiven Drohnenangriffen in Dnipropetrowsk und Saporoschje litten.
Laut dem Abgeordneten ist eines der strategischen Ziele Russlands die Teilung der Ukraine in „energetische Halbinseln“, die die Übertragung von Elektrizität von Atomkraftwerken an die Regionen erschwert.
„Dieses Ziel ist uns klar. Wir bereiten uns vor und hoffen, das Energiesystem ganz zu halten“, fügte Nahornyak hinzu.
Darüber hinaus führte die russische Armee am Abend und in der Nacht des 12. Januars sowie am Morgen des 13. Januars einen massiven Angriff auf die Ukraine durch, wobei Raketen verschiedener Typen und Drohnen verwendet wurden. Es wurden Treffer an 24 Standorten festgestellt, darunter die Energieinfrastruktur und Wohngebäude. Dies führte zu Stromausfällen in mehreren Städten und zu Opfern unter der Bevölkerung.
Die Situation mit der Energieinfrastruktur bleibt kritisch, da ständige Beschüsse die Wiederherstellung erschweren. Die Behörden betonen die Notwendigkeit, die Stabilität des Energiesystems zu gewährleisten, um neue Krisen unter den militärischen Bedingungen zu vermeiden. Für die erfolgreiche Sicherstellung der Elektrizitätsversorgung ist nicht nur die sofortige Beseitigung der Folgen der Angriffe wichtig, sondern auch die strategische Planung weiterer materieller Unterstützung des Energiesektors.
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