Mitglied der Wahlkommission ruft Auslandsukrainer zur Online-Änderung des Wahlortes auf.
Aufruf zur Aktualisierung der Wahladresse
Nach Angaben von Novyny.live: Während des Forums des zivilgesellschaftlichen Netzwerks OPORA mit dem Titel 'Zentrale Herausforderungen der Wahldemokratie nach dem großen Krieg' forderte Wiktorija Hlutschtschenko, Mitglied der Zentralen Wahlkommission (ZWK), die im Ausland lebenden Ukrainer auf, ihre Wahladresse zu aktualisieren. Dies ist über eine Online-Registrierung im staatlichen Wählerverzeichnis möglich. Hlutschtschenko wies darauf hin, dass die Zahl der Personen, die diesen Schritt bereits vollzogen haben, bislang äußerst gering ist und nicht einmal tausend erreicht.
Änderungen im Wahlrecht
Die Diskussionen auf dem Forum befassten sich zudem mit den anstehenden Reformen des ukrainischen Wahlrechts. Geplant ist unter anderem die Abschaffung der Bindung des Wählers an seinen offiziellen Meldeort, sodass Bürger künftig selbstständig ihr Wahllokal auswählen können. Laut vorliegenden Informationen könnte der Gesetzesentwurf zur Durchführung von Wahlen nach Kriegsende bereits im April fertiggestellt sein.
„Leider ist die Zahl derjenigen, die dies bereits getan haben, gering, es sind nicht einmal Tausende. Daher wäre es gut, wenn die Wähler bereits jetzt damit beginnen würden, ihre Wahladresse zu ändern …“ — Wiktorija Hlutschtschenko
Der Appell von Wiktorija Hlutschtschenko unterstreicht, wie wichtig die aktive Beteiligung der Bürger – insbesondere der im Ausland lebenden – am Wahlprozess ist. Die Aktualisierung der Wahladresse ist von entscheidender Bedeutung, um ihr Stimmrecht zu gewährleisten, was im Zuge der geplanten Wahlrechtsänderungen noch dringlicher wird. Diese Neuerungen, die den Wählern mehr Freiheit bei der Wahl ihrer Wahllokale einräumen könnten, haben das Potenzial, die Wahlergebnisse und die Abbildung des Wählerwillens der Ukrainer in der Nachkriegszeit maßgeblich zu beeinflussen.
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