Krim unter Dauerbeschuss: Kiew macht die Halbinsel für Moskau zur unhaltbaren Last.
Lage auf der Krim
Nach Angaben von UATV: Die angespannte Situation auf der vorübergehend besetzten Krim hält an. Grund dafür sind gezielte ukrainische Militäroperationen, die vor allem die russische Logistik und Infrastruktur ins Visier nehmen. Dazu zählen Angriffe auf die Marineversorgung, Eisenbahnfähren und das Flugabwehrsystem der Halbinsel. Diese Maßnahmen sind eine direkte Reaktion auf die russische Aggression und Teil einer Strategie, die es Moskau so schwer wie möglich machen soll, die Krim zu kontrollieren.
Seit dem 26. Juni 2023 gilt auf der besetzten Krim und in Sewastopol der regionale Notstand. Dies zeigt, vor welchen massiven Problemen die Besatzungsverwaltung steht – vermutlich eine direkte Folge der anhaltenden Kampfhandlungen. Berichten zufolge warten über 2.000 Fahrzeuge an den Ausfahrten der Halbinsel, was darauf hindeutet, dass immer mehr Bewohner die Region wegen der sich verschlechternden Lage verlassen wollen.
Ukrainische Militäraktionen
Am 20. Juni 2023 griffen die ukrainischen Streitkräfte die Überfahrt über die Straße von Kertsch an. Dieser Schlag war ein weiterer wichtiger Schritt, um die russischen Nachschubwege zu kappen.
Dmytro Pletenchuk erklärte: 'Zuerst wurde die Marine-Logistik zerstört, dann die Eisenbahnfähren – parallel dazu wurden die Flugabwehr und Einrichtungen im sogenannten Landkorridor ausgeschaltet.'
Jurij Bogdanow betonte derweil: 'Das Hauptziel der Ukraine ist es derzeit, die Kontrolle über die Krim und die südliche Besatzungsgruppe – samt den angrenzenden Gebieten auf dem ukrainischen Festland – für Russland unerträglich zu machen.' Auch das britische Verteidigungsministerium bestätigte: 'Die breite Palette von Zielen, auf die die Ukraine abzielt, schwächt die russische Luftabwehr – selbst an gut befestigten Prioritätsstandorten wie der Straße von Kertsch.'
Die Lage auf der Krim zeigt, wie der ukrainische Druck auf die russische Militärinfrastruktur immer weiter zunimmt. Das wird den weiteren Verlauf des Konflikts zweifellos beeinflussen. Die Ausrufung des Notstands in der Region belegt die ernsten Schwierigkeiten der Besatzer und könnte auf strategische Änderungen auf beiden Seiten hindeuten. Die nächsten ukrainischen Schritte auf der Krim lassen sich als Teil einer umfassenderen Taktik verstehen, die russischen Stellungen in der Region zu destabilisieren – ein zentrales Element im größeren Kriegsgeschehen in der Ostukraine.
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