Tödlicher Schock für das Schwarze Meer: Jeder fünfte Delfin ist tot.
Schwarzes Meer: Umweltkatastrophe fordert dramatische Verluste unter Delfinen
Nach Angaben von Espreso.tv: Eine verheerende Umweltkatastrophe erschüttert das Schwarze Meer. Wissenschaftler haben einen massenhaften Delfinsterben dokumentiert. Allein unter den untersuchten Tieren befanden sich 20 Gemeine Delfine, ein Großer Tümmler und ein Weißseitendelfin. Die Ursache wird in den Folgen des Krieges in der Ukraine gesehen. Seit Beginn der großflächigen Kampfhandlungen sind schätzungsweise mindestens 50.000 Delfine verendet. Das entspricht rund einem Fünftel des gesamten Bestands dieser Meeressäuger.
Ein entscheidender Auslöser war die Sprengung des Kachowka-Staudamms im Jahr 2023. Dabei wurden tausende Tonnen Schadstoffe und Abfälle ins Meer gespült, was die ökologische Lage massiv verschlechterte. Bislang wurde jedoch nur ein 25 Kilometer langer Küstenabschnitt genauer untersucht. Das zeigt, wie dringend eine umfassendere Analyse der Umweltschäden nötig ist.
Welche gesundheitlichen Schäden bei den Tieren festgestellt wurden
Die Folgen für die Delfine sind gravierend. Bei den verendeten Tieren wurden unter anderem folgende Schäden diagnostiziert:
- Vergiftungen durch Chemikalien
- toxische Leberentzündungen
- Bauchspeicheldrüsenentzündungen
- Nierenentzündungen
'Wenn die Welt den Aggressor nicht stoppt, droht das Schwarze Meer für immer seine einzigartigen Herrscher zu verlieren.' Iwan Rusew
Das Sterben der Delfine im Schwarzen Meer ist ein Alarmzeichen – nicht nur für die Ukraine, sondern für die gesamte internationale Gemeinschaft. Es zeigt auf erschreckende Weise, wie militärische Konflikte ganze Ökosysteme zerstören können. Der Verlust einer so großen Zahl von Meeressäugern gefährdet das natürliche Gleichgewicht im Meer. Das wiederum hat direkte Auswirkungen auf die Fischerei und andere Wirtschaftszweige, die auf die Meeresressourcen angewiesen sind. Angesichts des Ausmaßes dieser Krise ist es dringend erforderlich, dass die Weltgemeinschaft sich aktiv an der Bewältigung der ökologischen Kriegsfolgen in der Ukraine beteiligt.
Lesen Sie auch
- Zwei Tote und ein verletztes Kind bei russischen Angriffen auf Nikopol und Tschernihiw
- Zehn Tote nach russischem Raketenangriff: Ausländischer Frachter sinkt im Schwarzen Meer
- Charkiw nach ‚Banderol‘-Angriff: Eine Tote, ihr Sohn verletzt – über 16 Opfer und ein zerstörtes Wohnhaus
- F-16-Abfangjäger vernichtet Drohne über Rumänien – Details zum Vorfall
- Schwere Schäden in Saporischschja: 30 Verletzte nach Luftangriff, darunter sieben Kinder
- Angriff auf Odessa am 24. Juli: Zwei Verletzte und Schäden an einem Möbelhaus

