Ab Herbst 2023: Langjährige Soldaten erhalten Chance auf Entlassung aus dem Dienst.
Teilweise Freistellung von Militärangehörigen
Nach Angaben von Novyny.live: Soldaten, die seit dem Jahr 2022 oder länger im Einsatz sind, können ab Ende des Herbstes 2023 auf eine teilweise Entlassung hoffen. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow erklärte, dass die Reihenfolge der Freistellungen nach der Dienstzeit ab 2014 und der Anzahl der Kampftage festgelegt wird. Ein Präsidialdekret, das diesen Prozess regelt, erhält rechtlich höhere Priorität als bestehende Verträge, um Ordnung und Klarheit bei der Organisation der Entlassungen zu gewährleisten.
Ablauf der Demobilisierung
Laut verfügbaren Informationen wird der Demobilisierungsprozess vom Generalstab der ukrainischen Streitkräfte koordiniert. Die monatliche Anzahl der freigestellten Soldaten hängt von der Intensität der Kampfhandlungen ab. Das bedeutet, dass bei aktiven Gefechten die Zahl der Entlassungen begrenzt werden kann. Heimkehrende Verteidiger erhalten für sechs Monate Immunität vor einer erneuten Einberufung. So haben sie Zeit, sich nach dem Militärdienst an ihr ziviles Leben zu gewöhnen.
- Jeder offiziell erfasste Kampftag bringt dem Soldaten einen zusätzlichen Ruhetag ein.
- Mychajlo Fedorow betonte:
„Das heißt, wenn Sie zum Beispiel seit 2022 dienen und viele Kampftage vorweisen können, könnten Sie … bereits Ende dieses Jahres durch ein Präsidialdekret aus dem Dienst entlassen werden.“
Dies unterstreicht die Bedeutung der Kampferfahrung der Soldaten im Demobilisierungsprozess. Es ist erwähnenswert, dass der Abgeordnete Fedir Wenislawskyj aus dem Verteidigungsausschuss der Werchowna Rada Anfang April 2023 erklärte, dass eine Massenentlassung von Militärangehörigen derzeit aufgrund der ständigen personellen Auffüllung der russischen Truppen blockiert sei. Dies verdeutlicht die schwierige Lage an der Front, die das Tempo der Demobilisierung beeinflussen wird.
Das Präsidialdekret hat absolute Priorität gegenüber allen anderen Dokumenten, um rechtliche Konflikte im Entlassungsprozess zu vermeiden.
Die geplante teilweise Demobilisierung von Soldaten, die seit 2022 dienen, ist ein wichtiger Schritt im Kontext der militärischen Lage in der Ukraine. Sie zeigt die Bemühungen des Staates, das Militärpersonal an neue Bedingungen anzupassen, unter Berücksichtigung von Kampferfahrung und Dienstzeit. Angesichts der aktuell angespannten Situation an der Front könnte die Umsetzung dieses Prozesses jedoch auf Einschränkungen stoßen, was eine aufmerksame Überwachung durch die zuständigen Stellen erfordert. Bei einer Intensivierung der Kampfhandlungen könnte das Tempo der Demobilisierung reduziert werden, was die Wiedereingliederung der Soldaten in das zivile Leben beeinträchtigen würde.
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