Nach 40 Jahren: Dynamo entlässt Rasenchef wegen katastrophaler Platzverhältnisse.

Nach 40 Jahren: Dynamo entlässt Rasenchef wegen katastrophaler Platzverhältnisse
Nach 40 Jahren: Dynamo entlässt Rasenchef wegen katastrophaler Platzverhältnisse

Das Ende einer Ära bei Dynamo Kiew

Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Fußball-Rekordmeister Dynamo Kiew hat sich von seinem langjährigen Chefagronomen Anatolij Kološa getrennt. Der Mann, der über vier Jahrzehnte für den Rasen zuständig war, muss nach Informationen des Telegram-Kanals 'Ukrajinskyj Futbol Online' gehen. Als Gründe nennt der Klub das Fehlen einer agronomischen Fachausbildung und den desolaten Zustand des Spielfelds, der in den letzten Spielen offensichtlich wurde.

Die Karriere von Kološa bei Dynamo begann einst auf Einladung der Vereinslegende Valerij Lobanovskyj. Umso bemerkenswerter ist die jetzige Entscheidung. Besonders pikant: Der Klub hatte umgerechnet 20 Millionen Hryvnja in die Vorbereitung des Rasens für die Rückrunde investiert. Trotz dieser hohen Summe zeigte sich Klubpräsident Ihor Surkis nach der Winterpause schockiert über den Zustand des Platzes.

Zwei Spiele, ein Skandal

Nach der Winterpause absolvierte Dynamo zwei Heimspiele in der Premjer-Liha – gegen Ruch Lwiw und Epizentr. In beiden Partien war der Rasen ein zentrales und negativ auffälliges Thema. Diese öffentliche Blamage dürfte den Ausschlag für die personelle Konsequenz gegeben haben. In der Bundesliga oder anderen Top-Ligen wären solche Platzverhältnisse kaum denkbar und würden sicherlich zu Spielverlegungen führen.

Die Entlassung von Anatolij Kološa spiegelt die tiefgreifenden infrastrukturellen Probleme wider, mit denen Dynamo zu kämpfen hat. Diese Mängel können sich unmittelbar auf die sportlichen Leistungen der Mannschaft auswirken.

Die Investitionen belegen, dass der Klub die Bedeutung eines guten Rasens grundsätzlich erkennt. Die Ergebnisse entsprechen jedoch nicht den Erwartungen. Diese drastische Maßnahme könnte nun ein Neuanfang sein, um mit modernen Methoden und womöglich neuer Expertise die Platzqualität auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau zu heben und künftige Imageschäden zu vermeiden.


Lesen Sie auch

Werbung