Neurochirurgen in den USA retteten ein Kind mit abgetrennter Kopf: ein beispielloser Fall in der Medizin.
Nach Angaben von ТСН: In den USA gelang es Ärzten, einen zweijährigen Jungen zu retten, der bei einem Autounfall während einer Familienreise nach Mexiko schwerste Rückenmarks- und Wirbelsäulentrauma erlitten hatte. Dieser Fall wird von den Ärzten als beispiellos in der Neurochirurgie angesehen.
Der zweijährige deutsche Staatsbürger namens Oliver Staub hatte einen Unfall, als ein gepanzerter Wagen mit etwa 112 km/h in einen Minivan fuhr, in dem sich seine Familie befand. Nach dem Aufprall war der Kopf des Jungen praktisch von der Wirbelsäule abgerissen, und das Rückenmark war durchtrennt. Ärzte in Mexiko erklärten den Eltern, dass der Junge einen Halsbruch, Quadriplegie und Anzeichen eines Hirntodes hatte und prognostizierten, dass er innerhalb weniger Tage sterben könnte.
Als jedoch später schwache Anzeichen von Bewusstsein bei Oliver auftraten, wurde er nach zwei Monaten Behandlung in Mexiko in die USA verlegt, wo er von Fachleuten des Comer Children's Hospital an der University of Chicago aufgenommen wurde. Das Ärzteteam wurde von dem Neurochirurgen Mohamad Baidon geleitet.
Komplexe Operationen und Rehabilitation
Die Chirurgen führten zwei komplexe Operationen durch: Sie stellten die Wirbelsäule wieder her, verbanden den Hinterkopf mit der Wirbelsäule durch titanische Strukturen und stabilisierten das Rückenmark. Nach den Operationen entwickelte der Junge Komplikationen, darunter Herzstillstand und Hirnschwellung, doch schon nach ein paar Tagen begann das Kind, positive Fortschritte zu zeigen.
Bis Mitte Oktober atmete Oliver bereits selbstständig, bewegte Arme und Beine, reagierte auf seine Eltern und lächelte. Laut den Ärzten ist dies ein Hinweis auf die Wiederherstellung der Verbindung zwischen Gehirn und Körper – ein Phänomen, das in solchen Fällen zuvor nicht beobachtet worden war.
Weitere Behandlung
Der Junge wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen, und die Ärzte hoffen auf eine allmähliche Genesung. Der Arzt wandte sich an die FDA, um eine spezielle Genehmigung für die Anwendung einer experimentellen Stammzelltherapie im Rahmen klinischer Tests zu beantragen.
Dieser erfolgreiche Fall hebt die Fortschritte in der Neurochirurgie und die Bedeutung einer frühen Rehabilitation hervor. Oliver ist ein Beispiel dafür, wie unerschütterlicher Lebenswille und kontinuierliche medizinische Unterstützung sogar die schwierigsten Fälle verändern können. Die weitere Behandlung des Jungen wird ein Indikator für die potenziellen Möglichkeiten neuer Therapien in der Ukraine und darüber hinaus sein.
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