Stillstand in der Tiefe: Warum die U-Bahn in Dnipro nicht wächst.
Die U-Bahn von Dnipro
Nach Angaben von Novyny.live: Seit ihrer Eröffnung am 29. Dezember 1995 ist die U-Bahn in Dnipro die kleinste der Ukraine. Ihr Netz umfasst lediglich eine Linie mit sechs Stationen auf einer Strecke von 7,8 Kilometern. Trotz ihrer bescheidenen Größe ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil des städtischen Nahverkehrs.
Stationen und gescheiterte Pläne
Die bestehenden Stationen sind:
- Pokrowska
- Prospekt Swobody
- Sawodska
- Metalurhiw
- Metrobudiwnykiw
- Woksalna
Bereits im Januar 2008 bewilligte der Gebietsrat von Dnipropetrowsk eine Million Hrywnja für den Bau neuer U-Bahn-Stationen. Die Gesamtkosten für die geplanten Arbeiten wurden damals auf etwa 360 Millionen Hrywnja veranschlagt.
Ein wichtiger Schritt schien 2011 getan, als die U-Bahn in das kommunale Eigentum der Stadt überging. Dies hätte neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen können. Doch bis heute sind die Erweiterungspläne nicht über die Planungsphase hinausgekommen. Hauptgrund sind Schwierigkeiten bei der Umsiedlung von Anwohnern. Ein Lichtblick könnte ein bereits unterzeichnetes Kreditabkommen der Ukraine mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in Höhe von rund 300 Millionen Euro sein. Solche Mittel sind für die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur im ganzen Land von großer Bedeutung.
Die U-Bahn von Dnipro bleibt somit ein wichtiges, aber ausbaufähiges Rückgrat des städtischen Verkehrs. Eine Erweiterung würde nicht nur die Mobilität der Bürger verbessern, sondern auch spürbar zur Entlastung des überlasteten Straßennetzes beitragen. Die erfolgreiche Umsetzung der lange bestehenden Pläne hängt jedoch weiterhin von der Lösung praktischer Probleme und der Sicherung ausreichender Finanzmittel ab.
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