Russlands Energieeinnahmen brechen ein: Halbierung der Öl- und Gaserlöse.
Starker Rückgang der Exporteinnahmen
Nach Angaben von UATV: Die Einnahmen Russlands aus dem Verkauf von Öl und Gas sind im Januar 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat fast um die Hälfte eingebrochen. Mit etwas mehr als 393 Milliarden Rubel (5,1 Milliarden US-Dollar) wurde der niedrigste Stand seit Juli 2020 erreicht. Bereits im Dezember 2022 lagen die Werte mit fast 448 Milliarden Rubel (5,8 Milliarden US-Dollar) noch deutlich höher. Dieser dramatische Rückgang trifft den russischen Staatshaushalt in einer kritischen Phase.
Der Einbruch der Energieexporte, die fast ein Viertel der Bundeseinnahmen ausmachen, verschärft das massive Haushaltsdefizit. Für das Jahr 2025 wird ein Fehlbetrag von mehr als 5,5 Billionen Rubel (72,1 Milliarden US-Dollar) erwartet. Ein Großteil der Staatsausgaben fließt in die Finanzierung des seit Februar 2022 andauernden Krieges gegen die Ukraine, was die Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit in die Höhe treibt und andere Budgetposten schrumpfen lässt.
Wirtschaft unter Sanktionsdruck
Vor dem Hintergrund des wachsenden Haushaltslochs prüft die Europäische Union nun ein vollständiges Embargo für den Seetransport von russischem Öl und Kohle, um den Sanktionsdruck zu erhöhen. Dies würde die finanzielle Lage des Landes, die bereits durch die gesunkenen Energieeinnahmen angespannt ist, weiter verschärfen.
Die sinkenden Einnahmen aus dem Energiesektor könnten schwerwiegende Folgen für die russische Wirtschaft haben, die bereits unter den enormen Kriegskosten leidet. Neue EU-Sanktionen würden den Export weiter drosseln und die Haushaltskrise vertiefen. Eine solche Entwicklung gefährdet zunehmend die innenpolitische und sozioökonomische Stabilität, da Kürzungen bei Sozialprogrammen und öffentlichen Dienstleistungen wahrscheinlicher werden.
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