Ab Januar 2026 fallen zahlreiche Vergünstigungen für Blutspender weg – das sind die neuen Regelungen.
Ukraine reformiert Sozialleistungen für Blutspender
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine treten ab dem 26. Januar 2026 wesentliche Änderungen bei den Vergünstigungen für Blutspender in Kraft. Grundlage ist das Gesetz „Über die Sicherheit und Qualität von Spenderblut und Blutbestandteilen“. Die Neuregelung betrifft mehrere zentrale Bereiche der sozialen Absicherung und ersetzt bisherige Privilegien durch ein angepasstes System.
Welche Vergünstigungen entfallen
Konkret werden ab dem genannten Datum folgende Leistungen gestrichen:
- der verpflichtende zusätzliche Ruhetag nach einer Blutspende;
- der Rentenzuschlag für „Ehrenspender der Ukraine“ in Höhe von 10 Prozent des Existenzminimums;
- die Zahlung von 100 Prozent Krankengeld bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit, unabhängig von der Versicherungsdauer;
- die Streichung von Zuschlägen zu Stipendien und zur Besoldung von Wehrdienstleistenden im Grundwehrdienst.
Allerdings bleibt den Spendern gemäß Artikel 124 des ukrainischen Arbeitsgesetzbuchs das Recht erhalten, am Tag der Blutspende unter Fortzahlung des Durchschnittsgehalts von der Arbeit freigestellt zu werden. Zudem haben sie weiterhin Anspruch auf eine kostenlose medizinische Untersuchung vor der Spende. Wichtig ist: Wer sich vor dem 26. Januar 2026 einen zusätzlichen Ruhetag verdient hat, darf diesen auch danach noch nutzen.
Zusammengefasst: Trotz des Wegfalls einiger Vergünstigungen bleiben zentrale Rechte der Blutspender bestehen. Dazu zählen die garantierte Freistellung am Spendetag sowie die kostenlose ärztliche Untersuchung. Die Abschaffung der 100-prozentigen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall stellt jedoch einen tiefgreifenden Einschnitt dar, der die soziale Absicherung der Spender merklich schwächt. Die Reform ist Teil einer umfassenden Neugestaltung des Sozialsystems in der Ukraine.
Die Entscheidung könnte die Bereitschaft zur Blutspende kurzfristig beeinträchtigen. Zugleich mildern die erhaltenen Rechte wie die Freistellung und die kostenlose Vorsorge die negativen Folgen teilweise ab. Es bleibt abzuwarten, wie die Gesellschaft auf die Neuerungen reagiert und ob künftige Anpassungen die Unterstützung für Spender wieder verstärken.
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