Selenskyj genießt 68 % Vertrauen: Ukrainer fordern Neustart der Staatsführung.
Analyse des Vertrauens in den Präsidenten
Nach Angaben von Espreso.tv: In der Sendung 'Тепер головне' (Jetzt das Wichtigste) auf dem Sender Espreso diskutierte die Expertin Maryna Danyljuk-Jarmolajewa über das Vertrauensniveau gegenüber Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Arbeit des Parlaments und den Wunsch nach neuen Gesichtern in der ukrainischen Politik. Sie wies darauf hin, dass 68 Prozent derjenigen, die Selenskyj vertrauen, nach dem Ende des Krieges eine grundlegende Erneuerung der Machtstrukturen erwarten. Diese Zahl wurde am 17. Juni 2023 genannt.
Danyljuk-Jarmolajewa betonte, dass das hohe Vertrauen nicht auf blinder Verehrung beruhe, sondern darauf, dass Selenskyj in schwierigen Zeiten zu einem Symbol geworden sei.
„Dieses hohe Maß an Vertrauen in Selenskyj kommt nicht daher, dass die Menschen ihn vergöttern, sondern einfach daher, dass er unser Symbol ist“– erklärte sie.
Der Ruf nach neuen politischen Akteuren
Die Expertin unterstrich zudem, dass die Ukrainer eine Machtkonzentration im Parlament ablehnen, da ihnen bewusst sei, dass die aktuelle Regierung handlungsunfähig wirke.
„Die Menschen wollen keine Machtkonzentration in der Werchowna Rada, aber sie verstehen klar, dass die derzeitige Macht kein eigenständiger Akteur ist“– fügte sie hinzu.
Der Wunsch nach neuen Gesichtern in der Politik bleibe bestehen, verbinde sich nun aber mit der Forderung nach Kompetenz und Erfahrung.
„Der Ruf nach ‚neuen Gesichtern‘ in der ukrainischen Politik hält an, ist aber jetzt mit der Anforderung nach Kompetenz und Erfahrung verknüpft“
– so Danyljuk-Jarmolajewa.Abschließend äußerte sie die Überzeugung, dass bei den nächsten Wahlen eine völlig neue Reihe von Persönlichkeiten sichtbar werde, die den aktuellen Herausforderungen gewachsen sei.
„Wenn wir zu Wahlen kommen, werden wir eine völlig neue Reihe von neuen Gesichtern sehen“
– resümierte sie.Die Diskussion von Maryna Danyljuk-Jarmolajewa ist von Bedeutung, da die Themen Regierungsvertrauen und der Wunsch nach politischem Wandel für die ukrainische Gesellschaft, insbesondere während des Krieges, zentral sind. Der zunehmende Ruf nach neuen Gesichtern unterstreicht das Bedürfnis nach einer Reform der Machtverhältnisse und einer stärkeren Rechenschaftspflicht der politischen Führung. In Zeiten des anhaltenden Krieges verlangen die Ukrainer nicht nur nach neuen Personen, sondern auch nach Fachleuten, die drängende Probleme effektiv lösen können. Dies deutet auf eine Reifung der Gesellschaft und den Willen hin, den politischen Prozess aktiv mitzugestalten.
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