Johnson nennt die Hauptbedingung für das Ende des Krieges in der Ukraine.
Boris Johnson, ehemaliger Premierminister des Vereinigten Königreichs, erklärte, dass die Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO notwendig ist, um einen langfristigen Frieden im Land zu erreichen. Diese Aussage machte er in einem exklusiven Interview mit dem Delfi-Magazin.
«Die Realität war, dass die Franzosen dagegen waren, die Deutschen dagegen waren, ganz zu schweigen von den Ungarn und anderen», sagte Johnson.
Nach der russischen Aggression änderte sich jedoch die Situation plötzlich. Johnson zufolge machte Putins Invasion die Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO zu einer moralischen und strategischen Priorität.
Dennoch äußerte Johnson seine Besorgnis darüber, dass die Frage der NATO-Mitgliedschaft der Ukraine weniger aktuell geworden ist.
«Ich habe nicht gehört, dass jemand gesagt hat, dass die Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO nach der Beendigung der Krise eine Entscheidung sein sollte. Und ich denke, das ist ein großer Verlust, da der Westen wieder zurückweicht», betonte der Politiker.
Früher erklärte Boris Johnson, dass das Vereinigte Königreich Truppen in die Ukraine schicken könnte, aufgrund der abnehmenden Unterstützung der USA.
Lesen Sie auch
- 33 Tage unter Besatzung: Wie die Schlacht um Kiew den Kriegsverlauf prägte
- Johnson fordert EU zu Druck auf Ungarn und Slowakei wegen Russland-Geschäften auf
- Militäreinsatz in der Ukraine: EU-Staaten sehen russische Zustimmung als Voraussetzung
- Reisetipps für die ukrainische Bahn: So fahren Sie günstig und komfortabel
- Boris Johnson fordert Truppenentsendung: Was steckt hinter dem britischen Vorstoß für die Ukraine?
- Britischer Verteidigungsminister: Truppenentsendung 2026 wäre ein Friedenssignal für die Ukraine

