Fünf Jahre Haft für Ex-Verfassungsrichter Knyazev: Gericht ordnet Vermögenseinzug an.

Fünf Jahre Haft für Ex-Verfassungsrichter Knyazev: Gericht ordnet Vermögenseinzug an
Fünf Jahre Haft für Ex-Verfassungsrichter Knyazev: Gericht ordnet Vermögenseinzug an

Der Fall um den ehemaligen Verfassungsrichter

Nach Angaben von Espreso.tv: Der frühere Präsident des Obersten Gerichtshofs der Ukraine, Vsevolod Knyazev, hat sich in einem Verfahren wegen besonders schwerer Bestechlichkeit schuldig bekannt. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und verfügte die Einziehung seines Vermögens. Zudem wurde Knyazev für drei Jahre die Ausübung von Ämtern in der Justiz und in Strafverfolgungsbehörden untersagt. Dieser Fall zeigt, wie konsequent die ukrainischen Anti-Korruptionsbehörden gegen Spitzenbeamte vorgehen.

Bereits im Mai 2023 war Knyazev ins Visier der Ermittler geraten. Das Gericht befand ihn gemäß Artikel 368, Teil 4 des ukrainischen Strafgesetzbuchs für schuldig. Das Nationale Anti-Korruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Sonderstaatsanwaltschaft für Korruptionsbekämpfung (SAP) deckten am 15. Mai 2023 ein System zur Erlangung unrechtmäßiger Vorteile auf. Einen Tag später, am 16. Mai 2023, wurde Knyazev festgenommen. Das Hohe Anti-Korruptionsgericht wies am 17. Mai 2023 eine Beschwerde gegen seine Festnahme zurück.

Im Zuge der Ermittlungen beschlagnahmten die Behörden am 23. Mai 2023 fast eine halbe Million US-Dollar. Das Hohe Anti-Korruptionsgericht lehnte am 31. Mai 2023 eine Berufung gegen die Verhängung der Untersuchungshaft ab. Am 26. September 2023 senkte das Gericht die Kaution von 55 auf 45 Millionen Griwna. Die Untersuchungshaft wurde am 2. November 2023 bis zum 2. Februar 2024 verlängert.

Weitere Entwicklungen im Verfahren

Das Kiewer Berufungsgericht verhängte am 12. März 2024 eine Geldstrafe von 2550 Griwna. Der Hohe Rat der Justiz enthob Knyazev am 4. April 2024 vorläufig seines Amtes. Am 17. Juni 2024 wurde seine Entlassung aus dem Justizdienst beschlossen. Die Anklageschrift wurde am 28. August 2024 veröffentlicht. Schließlich gab Knyazev am 29. Mai 2026 zu, das Bestechungsgeld angenommen zu haben.

Der Fall Vsevolod Knyazev markiert einen bedeutenden Meilenstein im Kampf gegen die Korruption in der Ukraine.

Das Schuldeingeständnis des ehemaligen Präsidenten des Obersten Gerichtshofs zeigt nicht nur den aktuellen Stand der Korruptionsbekämpfung im Land, sondern könnte auch als abschreckendes Beispiel für andere Amtsträger dienen. Es unterstreicht, dass selbst die höchsten Richter nicht über dem Gesetz stehen. Der Fall verdeutlicht außerdem, wie wichtig die Arbeit der Anti-Korruptionsbehörden bei der Aufdeckung und Verfolgung von Korruptionsdelikten in den obersten Regierungsebenen ist.


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