Aus Deutschland ausgeliefert: Ex-Abgeordneter soll 19,8 Millionen Griwna veruntreut haben.
Ruslan Demtschak und weitere Verdächtige an Ukraine überstellt
Nach Angaben von Espreso.tv: Die deutsche Justiz hat den früheren ukrainischen Parlamentsabgeordneten der VIII. Legislaturperiode, Ruslan Demtschak, an die Ukraine ausgeliefert. Das gab Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko bekannt. Demtschak wird vorgeworfen, Beihilfe zur Manipulation des Aktienmarktes geleistet und dabei 19,8 Millionen Griwna legalisiert zu haben. Konkret sollen unter seiner Beteiligung im Jahr 2017 insgesamt 71 zyklische Geschäfte mit inländischen Staatsanleihen durchgeführt worden sein. Die Anklageschrift in diesem Fall liegt bereits dem Gericht vor.
Parallel dazu wurde aus Italien ein ehemaliger Leiter der Finanzabteilung ausgeliefert, der im Verdacht steht, knapp 944.000 US-Dollar veruntreut zu haben. Während einer der Beschuldigten nun vor Gericht erscheinen muss, läuft gegen einen anderen noch die Voruntersuchung. Bereits im Januar hatte das Staatliche Ermittlungsbüro (DBR) die Festnahme des Abgeordneten in Deutschland gemeldet, der wegen Geldwäsche zur Fahndung ausgeschrieben war.
Die Auslieferung von Ruslan Demtschak und anderen Verdächtigen zeigt, dass die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung internationaler Finanzdelikte zunehmend aktiv werden.
Da solche Verfahren oft große öffentliche Aufmerksamkeit erregen, ist es wichtig, die weiteren Entwicklungen zu verfolgen – schließlich könnten sie das Vertrauen in Finanzinstitute und politische Akteure in der Ukraine nachhaltig beeinflussen.
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