EU verlängert Russland-Sanktionen um ein Jahr – Ungarn und Slowakei stimmen zu.
EU überarbeitet Sanktionsverlängerung gegen Russland
Nach Angaben von Novyny.live: Die Europäische Union plant, die Frist für ihre Sanktionen gegen Russland grundlegend zu ändern. Statt wie bisher alle sechs Monate soll die Gültigkeit künftig auf ein Jahr verlängert werden. Ungarn und die Slowakei haben diesem Schritt bereits vorläufig zugestimmt. Die politische Entscheidung für die Jahresfrist soll in den kommenden Tagen formal beschlossen werden. Ziel ist es, den Druck auf Russland aufgrund seines Angriffskriegs gegen die Ukraine weiter zu erhöhen.
Das 21. Sanktionspaket nimmt Gestalt an
Parallel dazu arbeitet die Europäische Kommission mit Hochdruck am 21. Sanktionspaket, das am 9. Juni offiziell vorgestellt wurde. Die neuen Maßnahmen richten sich gezielt gegen:
- Russlands Öl- und Gassektor
- Finanzinstitute
- die Kryptoindustrie
Ein zentraler Bestandteil ist zudem ein Einreiseverbot für Personen, die an den Kampfhandlungen in der Ukraine beteiligt sind. Darüber hinaus werden die Sanktionen wegen Menschenrechtsverletzungen in Russland bis 2027 verlängert.
Der Plan sieht vor, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs morgen einer Verlängerung der Sektorsanktionen gegen Russland um zwölf Monate zustimmen – statt wie bisher immer um sechs.
Rikard Jozwiak
Die Umstellung auf eine Jahresfrist könnte die wirtschaftliche Lage in Russland nachhaltig beeinflussen. Denn sie erlaubt der EU, schneller auf Veränderungen in der Sicherheitslage zu reagieren und ihre Maßnahmen besser mit Verbündeten abzustimmen. Der neue Sanktionsrahmen, der zentrale Wirtschaftszweige abdeckt, unterstreicht zudem die Entschlossenheit Brüssels, die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Aggression weiter zu unterstützen.
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