EU beschließt neue Strategie für russische Vermögenswerte: Überwältigende Mehrheit will sie für den Wiederaufbau der Ukraine nutzen.
Neue EU-Strategie für eingefrorene russische Vermögenswerte
Nach Angaben von Novyny.live: Die EU ändert ihre Vorgehensweise bei der Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für den Wiederaufbau der Ukraine. Wie Vizepremierministerin der Ukraine, Olha Stefanishyna, mitteilte, unterstützen inzwischen etwa 90 Prozent der EU-Staaten diese Initiative. Sie sehen in diesen Ressourcen eine konkrete Möglichkeit, den Wiederaufbau des kriegsgebeutelten Landes zu finanzieren. Bislang musste die Blockade der Vermögenswerte alle sechs Monate durch alle 27 EU-Mitgliedstaaten einstimmig erneuert werden – eine Regel, die nun geändert wird.
Dauerhaftes Einfrieren ohne regelmäßige Bestätigung
Nach den neuen Bestimmungen ist für die eingefrorenen Vermögenswerte keine regelmäßige Bestätigung in festgelegten Zeitabständen mehr erforderlich. Diese Entscheidung wurde während eines Briefings am 24. Februar bekanntgegeben. Olha Stefanishyna betonte, dass die unter EU-Verwaltung stehenden Vermögenswerte nicht durch das übliche Verfahren freigegeben werden können. Die EU schafft damit eine stabile rechtliche Grundlage für den langfristigen Zugriff auf diese Mittel.
'Tatsächlich herrscht bei etwa 90 Prozent der EU-Länder breites Verständnis dafür, dass es sich um Ressourcen handelt, die für den Wiederaufbau der Ukraine eingesetzt werden müssen.' Olha Stefanishyna
Zwar sind die eingefrorenen Vermögenswerte derzeit noch nicht Gegenstand konkreter Verhandlungen, und der Zeitpunkt für eine endgültige Entscheidung über ihre Verwendung ist noch nicht gekommen. Stefanishyna versicherte jedoch, dass die Gelder gut geschützt, konzentriert und in voller Sicherheit verwahrt werden, bis der richtige Moment für eine endgültige Entscheidung gekommen ist. Die politische Brisanz des Themas unterstreicht eine Reaktion von Russlands Präsident Wladimir Putin aus dem Dezember des vergangenen Jahres, der auf eine mögliche Nutzung der russischen Vermögenswerte mit Drohungen reagierte.
Die Änderung in der EU-Politik stellt somit einen wichtigen Schritt im Prozess des ukrainischen Wiederaufbaus dar und bekräftigt die Unterstützungsbereitschaft der EU-Staaten in dieser schwierigen Phase. Der neue Ansatz eröffnet potenziell neue Finanzierungsmöglichkeiten für den Wiederaufbau, was für die Stabilität und Entwicklung des Landes nach dem Konflikt von entscheidender Bedeutung ist.
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