98 Pferde in Lebensgefahr: Eis stoppt Rettung aus ukrainischem Gestüt.
Gestüt in der Ukraine: Rettungsaktion für Pferde festgefroren
Nach Angaben von TSN.ua: Eine lebensrettende Evakuierung ist im ukrainischen Gebiet Saporischschja zum Erliegen gekommen. Extreme Kälte von bis zu minus 17 Grad und vereiste Hindernisse halten 98 Pferde auf einem Gestüt gefangen, die nun in akuter Lebensgefahr schweben. Das Unternehmen, das seit den 1990er Jahren besteht, hatte erst in der vergangenen Woche rund 250 Tiere in Sicherheit bringen können. Für die verbliebenen 98 Pferde ist die Zeit nun knapp, da die Wetterbedingungen jede Bewegung blockieren.
Vereiste Schutznetze werden zur tödlichen Falle
Den Rettungskräften wird der Weg buchstäblich verbaut: Spezielle Netze zum Schutz vor Drohnen sind durch die Eiseskälte so schwer vereist, dass sie herabhängen und die Ausfahrt versperren. Die Höhe der Pferdetransporter von 3,85 Metern reicht nicht aus, um unter diesen Eisbarrieren hindurchzukommen. Die ohnehin angespannte Lage wird dadurch verschärft, dass die Zahl der Mitarbeiter auf dem Gestüt von ursprünglich 103 auf nur noch 55 geschrumpft ist.
Die verbliebenen Angestellten sind in großer Sorge um das Wohl der Tiere.
„Für sie ist es viel sicherer, wenn sie auf den Weiden grasen können“, erklärt Wassyl Panenko.Sein Kollege Mychajlo Sitsch schildert das technische Dilemma:
„Durch die Vereisung hängen die Netze durch. Mein Pferdetransporter – fast vier Meter hoch – kommt nicht einmal mehr vom Betriebsgelände heraus.“Für die eingeschlossenen Pferde verschärft sich die Lage stündlich, da sie den Kriegshandlungen und dem lebensfeindlichen Wetter schutzlos ausgeliefert sind.
Dieser Vorfall zeigt auf dramatische Weise, wie sich kriegerische Auseinandersetzungen und extreme Wetterphänomene in ihrer verheerenden Wirkung gegenseitig verstärken. In der Ukraine stehen viele Betriebe vor unlösbaren Aufgaben, was sowohl Tiere als auch Menschen in existenzielle Not bringt. Solche Szenarien unterstreichen, wie dringend humanitäre und tierrettende Maßnahmen miteinander verknüpft werden müssen, um Katastrophen abzuwenden.
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